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Das spanische Bio-Schlaraffenland liegt in Katalonien

Bio-Lebensmittel sind nicht unbedingt die erste Assoziation, die man zu Spanien haben dürfte. Im Mas Salagros sind sie jedoch unabdingbarer Bestandteil des Gesamtkonzepts, denn schließlich ist das aktuell einzige spanische Mitglied der Bio Hotels-Familie ein Ecoresort aus Überzeugung. In den Vereinsstatuten von Bio Hotels ist folgendes verankert: „Grundsätzlich stammen die in einem Bio Hotel verwendeten Produkte aus zertifizierter, biologischer Landwirtschaft. Die Verarbeitung unterliegt der lückenlosen Bio-Kontrolle von der Erzeugung bis zum Verzehr. Regionale Produkte, insbesondere in Bioland-Qualität, werden bevorzugt. Die Speisen werden handwerklich und natürlich zubereitet, deshalb werden auch keine Mikrowellengeräte eingesetzt.  Alle Bio Hotels bieten darüber hinaus zumindest ein vegetarisches Menü.“ So ist es auch stimmig, dass die 2002 gegründete katalonische Bio-Supermarktkette Veritas als Projektpartner einen Laden im Hotel Maus Salagros betreibt, Granja genannt. Neben frischem und verarbeitetem Gemüse und Obst gibt es Milchprodukte, Süßwaren und Snacks ebenso wie Getränke oder Müsli-Mischungen. Vieles also, was das urlaubende Biofan-Herz erfreuen und insbesondere den kleinen Mittagshunger der Halbpensionsgäste stillen dürfte. Wer jedoch einfach mal nur genießen möchte, sollte Halb- oder sogar Vollpension wählen. Denn die Chefköchin versteht es, regionale Zutaten auch mal neu …

Hot hot hot: Trento, Hauptstadt des Trentino

Diese Reise würde viele neue Eindrücke und Erkenntnisse bringen, das war mir schon vorab klar. Erstmals fuhr ich per Bahn nach Italien, genauer gesagt ins Trentino. Der EC war bei Juli-Temperaturen um die 40 Grad auch für Frostbeulen wie mich angenehm klimatisiert, die Sitze in der 2. Klasse waren überaus komfortabel, die Durchsagen verständlich, die Fahrzeit mit knapp viereinhalb Stunden ab München überschaubar – und der Zug pünktlich! Ich muss gestehen: Ich habe es richtig genossen, mich weder um Tempolimits noch Mautstellenstaus oder die Kilometerangabe bis zur nächsten Tankstelle kümmern zu müssen. Sehr empfehlenswert und zu Angebotspreisen wie aktuell ab 39 EUR noch dazu bedeutend günstiger als eine Autofahrt. Endlich ließ ich auch Trento, die Hauptstadt der Region Trentino, die mit etwa 115.000 Einwohnern entlang der Etsch liegt, einmal nicht auf der Durchfahrt zum Gardasee oder gen Süden links oder rechts liegen. Vielmehr war sie der Auftakt einer dreitägigen Trentino-Erkundung. Nur wenige Schritte nach dem Verlassen des architektonisch eher eigenwilligen Bahnhofs offenbart sich die Stadt als typisch italienisches Kleinod. Dazu gehört – wie beinahe immer – ein Denkmal des Dichters Dante Alighieri, der allerdings nie in Trento …

Brötchen? Semmeln?

Wie auch immer man nun welche Kleinbackwaren wo auch immer bezeichnet, ist schlicht und ergreifend regionenspezifisch. Nichts spricht dagegen, nichts wirklich dafür – es ist nun einfach so. Und doch geben Semmeln und Brötchen immer wieder Anlass, sich gewaltig zu mokieren. Ich bin nahe München geboren, mit Semmeln (und vor allem Brezn) aufgewachsen und hatte in meiner Kindheit und Jugend ein weiteres Standbein in Norditalien. Vielleicht lag’s ja an der frühcasowischen Erfahrung mit Panini und Rosette, dass ich nie etwas dabei fand, mich sprachlich (und kulinarisch) meiner regionalen Umgebung anzupassen. Als ich jedenfalls in Innsbruck studierte, kaufte ich ganz nach Gusto und Budget Hand- oder Maschinensemmeln und belegte sie mit zwei dag (gesprochen: deka) Extrawurst. Denn so nennen die Tiroler 20g Fleischwurst. Mir brach kein Zacken aus der Krone, mich  ihrer Diktion anzupassen. Warum auch – ich fand ja dort mein neues Zuhause. Also gab’s auch Paradeiser statt Tomaten, Karfiol statt Blumenkohl, Vogerl- statt Feldsalat, Schlagobers statt Schlagrahm alias Süßer Sahne und im Frühherbst Marillenknödel, die anderswo Aprikosenklöße oder -knödel genannt werden würden. Das tat gar nicht …