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Das wundersame W (© casowi)

W wie wundersam. Und wunderbar.

Gestern um 17:03 Uhr ging ein wundersamer Blogpost von hier ins Web und an Euch, werte Abonnenten: Ein „W“ in der Betreffzeile und sonst nichts. Leere. Warum? Offen gestanden: Ich weiß es nicht. Ich saß zu diesem Zeitpunkt in der Literaturbuchhandlung Moths in München und lauschte den ersten Worten des wunderbaren Journalisten Georg Stefan Troller (*1921). Ich hielt mein Smartphone in der Hand, um ein paar Momente einzufangen, die mich auch in der Zukunft noch an diesen Abend erinnern mögen. Weshalb? Georg Stefan Troller, sein Schicksal und sein Werk sind mir seit der Kindheit überaus vertraut – ist bzw. war er doch einer der langjährigsten und innigsten Lebensfreunde meines Vaters. Die beiden lernten sich kurz nach Kriegsende in München bei einer befreundeten Familie kennen und blieben sich über die Jahrzehnte stets verbunden, auch wenn sie sich nur selten sahen. Der letzte Brief im Leben meines Vaters war für seinen Freund in Paris bestimmt – dessen Antwort traf drei Stunden nach dem Tod meines Vaters ein und wir lasen ihn ihm auf dem Totenbett vor. Das mag skurril klingen – für uns fühlte es sich …

Kerze

Ein Foto, das verändern kann.

Es ist das Foto des dreijährigen ertrunkenen Jungen am Strand von Bodrum. Ich zeige es hier nicht. Ich habe es vor dem inneren Auge und ich bin mir sicher, so geht es vielen. Selten habe ich meine Timeline bei Twitter und Facebook so gespalten und dabei so dezidiert in ihrem Urteil erlebt wie gestern, als das Foto verbreitet wurde. Ja, ich kann beide Seiten verstehen: Diejenigen, die Bilder wie dieses nicht sehen wollen. Weil sie sie nicht ertragen − aus unterschiedlichen Beweggründen. Und ich verstehe auch jene, die davon überzeugt sind, dass ausschließlich Fotos wie das von Aylan Kurdi in der Lage sind, aufzurütteln, um den wahren Irrsinn der Lage begreifen zu können. Dieser Auffassung bin ich auch. Seit Monaten beobachten wir in mehr oder minder großer Seelenruhe aus den TV- oder Websesseln heraus, dass Menschen − vor allem aus Syrien − fliehen. Und wie sie das tun. Wir sind medial zu Gast in ihren Lagern, in ihren Essensausgabeschlangen, auf den Booten ihrer Schlepper und bei ihrer Ankunft auf den Mittelmeerinseln. Wir lesen und wir sehen. Aber …

Frischer Schnitt Aloe

Die 12 Schritte der Aloe vera-Ernte

Wer auf den kanarischen Inseln urlaubt, kommt spätestens bei der Rückreise mit den ubiquitären Aloe vera-Pflanzen in Berührung − zumindest in Lanzarote  werden sie mittlerweile am Flughafen in Mini-Töpfen oder Transportkartons als Souvenir verkauft. Ich bin bislang nicht wirklich auf den Gedanken gekommen, ein Exemplar mit nach Hause zu nehmen, lernte aber bei einer Führung über die Bio-Finca, auf der ich wohnte, neben außergewöhnlichen Bewässerungsmethoden und wiederentdeckten medizinischen Heilpflanzen auch, wie man das Aloe-Elixier gewinnen kann. Es wird aufgrund seiner hohen Nährstoffdichte sehr geschätzt − aus dem Fruchtfleisch werden Gels, Salben, Cremes, Säfte, Shampoos und vieles mehr in unterschiedlichen Konzentrationsgraden gefertigt. Abgesehen davon, dass es sich von selbst verbietet, an fremder Leute Aloe-Pflanzen ohne Rückfrage Hand anzulegen, gibt es folgende Punkte zu beachten: 1. Die Pflanze sollte vor der Ernte gut zwei Monate nicht mehr bewässert werden. Somit kann sich der wertvolle Saft in den Blättern konzentrieren und wird nicht verwässert. 2. Es dürfen maximal drei Blätter pro Pflanze geerntet werden dann tritt sie wieder in eine mehrmonatige Ruhephase ein. 3. Während der Blütezeit sollte nicht geerntet werden. 4. Verwendet immer die untersten Blätter − sie …