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Erinnerungen. Mehr als ein Salzburger Quak-Nockerl.

Strahlewetter. Also auf nach Salzburg, denn sie möchte diese Stadt gerne noch einmal sehen und genießen. Erzählungen über Freunde, Schauspielkollegen, Musik- und Kunstgrößen säumen die Schritte durch die Gassen. In der Getreidegasse überfällt sie ein Mix aus Nostalgie und Entsetzen. Kein Wunder: Nachdem die Mozartkugeln jahreszeitenbedingt in die kühlen Bereiche der Souvenirläden verbannt sind und die Begeisterungswelle für Kühlschrankmagneten ganz offensichtlich abebbt, sind es nun Badeentchen und andere Plastikunformen, die die Touristen ergötzen. Ob Mozart, Alpenoid-Bua oder Busen-Madl − taiwanesische Produzenten, der Zoll und die Salzburger Souvenir-Szene erfreuen sich der neuen Einnahmequelle. Auch dort, wo einst Traditionsgeschäfte waren. Im Tomaselli schmeckt der Marillenkuchen leider nicht so, wie die Erinnerung an die Wachau es gerne auf der Zunge verspüren würde. Schade. Aber allein die Tradition der Kuchendame, die separat vom Herrn Ober (der nur für die Getränke zuständig ist), mit ihrem Kuchentablett an den Tisch tritt und auch getrennt abrechnet, tut gut. Die Cremeschnitte essen wir gemeinsam für den Herzensmenschen, der sie bei seinem letzten Salzburg-Besuch so sehr genossen hatte, am Tag nach seinem Dirigat im Mozarteum. Österreichische Tristesse-Gedanken steigen auf …