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Genießen wie Gott in Nancy

[Pressereise] Ein Lob auf die Franzosen und ihre Küchenkünste – sie beherrschen das Handwerk liebevoller und respektvoller Zubereitung von Lebensmitteln einfach aus dem Effeff! So auch das Restaurant Les Frères Marchand in der Grande Rue – unmittelbar gegenüber des Palasts der Herzöge von Lothringen gelegen – ist aufgrund langjähriger und zahlreicher Auszeichnungen für seine fantastische Fromagerie weit über die Stadtgrenzen Nancys hinaus berühmt. Je nach Jahreszeit, persönlicher Vorliebe und Reservierungslage kann man im Gastgarten unmittelbar an der Grande Rue oder in einem der Räume im Inneren sitzen, die mal als Bibliothek, dann wieder im Bistro-Stil eingerichtet sind. Immer wieder mit dabei sind Schwarzweiß-Fotos der Mitarbeiter_innen – ein überaus charmanter Zug der drei Besitzerbrüder, die ihre Leidenschaft für formidables Essen vom Vater geerbt haben. Auf einer Schieferplatte werden lokale Käse, Schinken und Würste serviert, dazu empfehlen sich lokale Weine wie Gewürztraminer oder Riesling. Für Dessertliebhaber, die gleich mehrere Speisen verkosten wollen, bieten Les Frères Marchand einen Spezialitätenteller mit einem kleinen Baba au Rhum, einer Mini-Crème Brûlée à la Bergamotte (überaus beliebt in Nancy!) und Profiteroles mit …

Leidenschaftlich, genussvoll und lebensfroh: Die Pfalz

[Werbung | Kooperation] Es gab vor ein paar Jahrzehnten mal einen Bundeskanzler, der seinen Gästen und Gastgebern aus und in aller Welt stets Pfälzer Saumagen dedizierte. Als gäbe es keine andere deutsche Spezialität, dachte ich mir damals, und: „Wer will denn schon den Magen einer Sau essen?“ Heute weiß ich: Man nimmt die befremdlich anmutende Innerei gar nicht zu sich – der Magen dient allein dazu, die Zutaten des Gerichts (Schweinefleisch, Brät, Kartoffeln und Gewürze) beim Garvorgang in seinem Inneren zu formen und fixieren. Anschließend wird die Masse in Scheiben geschnitten, meist leicht angebraten und schließlich mit Sauerkraut und Brot serviert. Nachdem ich diese Spezialität mittlerweile einige Mal genossen habe – an unterschiedlichen Orten und in verschiedener Zubereitungsart (im Original ebenso wie als Carpaccio) – kann ich meine kulinarischen Vorurteile von damals revidieren. Und sage (nicht nur deshalb) überzeugt: Warum entdecke ich die Pfalz denn eigentlich erst jetzt? So vieles, was man der Region nachsagt, ist wunderbar richtig: Die Landschaft erinnert an die Toskana, das Klima lässt wunderbare Weine gedeihen, ja sogar Feigenbäume tragen Früchte. …

Ein Kochbuch voller Sinn & Sinnlichkeit

27 Hotels sowie die Highlights ihrer kulinarischen Angebote zwischen zwei Buchdeckeln zu fixieren, ist keine leichte Aufgabe. Überhaupt: Kochbücher zu konzipieren und produzieren, ist harte Arbeit – auch wenn sie durchaus ihre genussreichen Seiten hat. Ich spreche aus Erfahrung, habe ich doch einige Jahre beim Verlag Gräfe und Unzer Kochbuchkonzepte entwickelt und viele als Autorin oder Redakteurin umgesetzt. Die Bio Hotels stellten nun ihr drittes Werk aus der Reihe Kochlust Pur vor und haben es mit „Sinn und Sinnlichkeit“ untertitelt. Unterteilt ist es in die Kapitel Frühstück, Vorspeise, Suppe, Vegetarisch & Vegan, Fisch, Fleisch, Desserts und Spirits, die gefolgt werden von Kurzportraits der im Buch vertretenen Betriebe. Und ja: es ist drin, was drauf steht. Vor einigen Monaten hatten einige Blogger sowie Slow Fooderianer zwei Tage lang die Möglichkeit, dem Bio Hotels-Kochbuchteam bei der Arbeit im Alten Wirt in Grünwald über die Schulter zu schauen und die Rezepte des Hauses gleich auf ihre Nachkochtauglichkeit zu prüfen. Schon damals war klar: Die beteiligten Häuser und ihre Köche verbinden regionale, saisonale und soziale Aspekte mit purer Sinnlichkeit …