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Ferige Minimuffins

„Alles bäckt, einsam schreibt“. Oder: Caloritas Delight.

Gefühlte 397 Wochen nach meinem Aufenthalt in Katalonien naht der dritte Adventssonntag und um mich herum wird mehr oder minder gemütlich gebacken, was die Rezeptewerke so bieten. Und während die vorweihnachtliche Lust auf Süßes allmählich auch bei mir steigt, erinnere ich mich an das oktoberliche Team-Kochen mit den Co-Bloggern unter der Anleitung der katalanischen Köchin Mireia Anglada im Bio-Hotel Mas Salagros. Genauer gesagt: In der Küche des Honeymoon-Häuschens, das etwas abseits der eigentlichen Hotelanlage liegt und über einen hinreißenden Blick in Richtung Vallromanes verfügt. Mireia ist nicht nur große Bio-Verfechterin, sondern auch TCM-firm (was mich als ebenfalls TCM-kundige Qigong-Kursleiterin natürlich begeistert) und somit unglaublich fit hinsichtlich der gesundheitlichen Wirkungen von Lebensmitteln auf den Körper. Und so sprach sie zunächst über die positive Wirkung von chlorophyllhaltigen Lebensmitteln wie Kohl auf den Säure-Basen-Haushalt des Bluts, lehrte uns, dass man Brokkoli mit und Blumenkohl ohne Salz im Kochwasser kochen solle (den Grund habe ich leider vergessen in besagten 397 Wochen) und dass wir Zwiebeln entlang der Linien schneiden sollen, da sie andernfalls Saft ziehen und glasig würden. Ich gehörte gemeinsam mit Marcus …

Mas Salagros

Katalonische Erholsamereien

Das Mas Salagros ist so nahe am quirligen Barcelona – und doch so weit weg von Hektik und Betriebsamkeit. Rückwirkend betrachtet ist das für mich wohl der größte Erholungsfaktor dieses aktuell einzigen spanischen Mitglieds der Bio-Hotels-Vereinigung. Im Vorfeld der Reise stand einen tüchtige Portion Tatendrang bei mir ganz groß im Vordergrund. „Ich muss unbedingt diesmal den Park Guëll sehen, ich will unbedingt noch mal in die zauberhafte Casa Batlló und auf den Markt und und und.“ Diese inneren Sätze wichen bereits nach dem ersten Aufenthalt im chicen Aire-Spa dem Gefühl des Könnens. Die römisch inspirierte Badelandschaft ließ mich mit ihrer reduzierten Einrichtung, besänftigenden Lichteffekten und abwechslungsreichen Badebecken schnell zur Ruhe kommen. Hotelgäste können die Bäderlandschaft übrigens täglich 90 Minuten kostenfrei nutzen, müssen jedoch vorher an der Rezeption einen Termin vereinbaren. Denn gerade an Wochenenden und Feiertagen nutzen viele Städter die Möglichkeit, sich im Aire Vallromanes auch recht kurzfristig ein paar Stunden zu entspannen (die Wartezeit für das Aire Barcelona soll aktuell etwa drei Monate betragen). Geräumig-kuschelige Bademäntel, Handtücher und hygienische Badeschuhe, die auch im Wasser zu tragen sind, werden übrigens gratis zur Verfügung gestellt. Ich musste also gar nichts …

Cal Tudela

Das spanische Bio-Schlaraffenland liegt in Katalonien

Bio-Lebensmittel sind nicht unbedingt die erste Assoziation, die man zu Spanien haben dürfte. Im Mas Salagros sind sie jedoch unabdingbarer Bestandteil des Gesamtkonzepts, denn schließlich ist das aktuell einzige spanische Mitglied der Bio Hotels-Familie ein Ecoresort aus Überzeugung. In den Vereinsstatuten von Bio Hotels ist folgendes verankert: „Grundsätzlich stammen die in einem Bio Hotel verwendeten Produkte aus zertifizierter, biologischer Landwirtschaft. Die Verarbeitung unterliegt der lückenlosen Bio-Kontrolle von der Erzeugung bis zum Verzehr. Regionale Produkte, insbesondere in Bioland-Qualität, werden bevorzugt. Die Speisen werden handwerklich und natürlich zubereitet, deshalb werden auch keine Mikrowellengeräte eingesetzt.  Alle Bio Hotels bieten darüber hinaus zumindest ein vegetarisches Menü.“ So ist es auch stimmig, dass die 2002 gegründete katalonische Bio-Supermarktkette Veritas als Projektpartner einen Laden im Hotel Maus Salagros betreibt, Granja genannt. Neben frischem und verarbeitetem Gemüse und Obst gibt es Milchprodukte, Süßwaren und Snacks ebenso wie Getränke oder Müsli-Mischungen. Vieles also, was das urlaubende Biofan-Herz erfreuen und insbesondere den kleinen Mittagshunger der Halbpensionsgäste stillen dürfte. Wer jedoch einfach mal nur genießen möchte, sollte Halb- oder sogar Vollpension wählen. Denn die Chefköchin versteht es, regionale Zutaten auch mal neu …