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Paris in neuer Blüte

Vier Tage lang war ich in Paris. Das Märzwetter war meist unwirtlich – zeigte sich grau, windig und kalt. Und doch fühlt sich die in den vergangenen Monaten immer wieder stark gebeutelte Stadt so sehr nach Frühling an. Nach Knospen und Angrünen, nach diesem erstem zarten Duft, der die spätere Schönheit nur dezent andeutet und doch so verheißungsvoll ist, dass das Herz schon überquellen will vor Sehnsucht und die Seele sich aufs wärmende Bad im puren Wohlgefühl freut. Ja, Paris hat Schrammen abbekommen, wenn man es aus der Ferne betrachtet. Und ja: Ich habe die Veränderung auch vor Ort gespürt. Taschenkontrollen sind Bestandteil jedes Einlass-Procedere geworden, das Militär sichert Wahrzeichen wie den Eiffelturm. Es tut immer wieder weh. C’est la vie. Am Tag vor der Anreise waren ein Vorort sowie der Flughafen von Orly von einem Zerstörungswilligen angegriffen worden und am letzten Abend unseres Aufenthalts wurden die Lichter des Eiffelturm zum Gedenken an die Opfer der Londoner Westminster-Attacke abgeschaltet. Die Neuzeit ist omnipräsent – wir haben unsere Betroffenheit, Gedanken, Sorgen und Ängste in der Gruppe von …

Buchschwanger. Oder: Warum man als Autor nicht in der Jogginghose schreiben sollte.

Herrlich: Es frühjahrt endlich! Die Wetter-Apps stellen sogar erste Annäherungen an die 20° Grad-Marke in Aussicht und auch, wenn wir in Bayern statt Ostern schon häufig „Weißtern“ gefeiert haben und manchmal eher Christbaumkugeln als Ostereier an die Palmkätzchen hängen müssen, manifestiert sich der Wunsch, die Wintermäntel und Schneestiefel in den wohlverdienten Sommerschlaf schicken zu wollen. Oha … da wulstet sich was! Für mich stellt sich die Frage nach passender Kleidung ohnehin gerade intensiver, da ich in wenigen Tagen mit weiteren Journalisten und Bloggern nach Paris auf eine Kulturpressereise entschweben werde, zu der Atout France eingeladen hat. Wie aufregend und frühjahrsfrisch: Große und kleine Museen, die Oper und die Philharmonie, zwei Châteaux, verlockende Gaumengenüsse, ein Ballettabend, Cineastisches und auch die hohe Kunst der Mode – all das werde ich nächste Woche erleben, bestaunen und genießen (wer mir und uns live folgen will, kann dies unter #feelfrenchculture auf Instagram, Twitter & Co. ). Und klar: Da will ich nicht ausschauen wie Hulle (wer war das eigentlich?). Da liegt doch eher der Satz nahe „Ich kann so nett ausschauen, wenn …

Elf Florenz-Tipps für angenehmes Stadterleben

Ich bin kein Fan dieser ubiquitären 10 Punkte-Listen, die einem vorschreiben wollen, wie man sich als Bewerber, Social Media-Verantwortlicher, Reisender oder Abnehmwilliger zu verhalten habe, um möglichst toll, perfekt und richtig wichtig zu sein. Und doch erscheint es mir für all diejenigen, die in den anstehenden Pfingstferien einige Tage in Florenz verbringen wollen, ganz hilfreich, ihnen ein paar Tipps an die Hand zu geben, die dienlich sein könnten. Florenz ist umwerfend und einzigartig (ebenso wie Rom oder Venedig und viele weitere Städte in Italien oder dem Rest der Welt) – die Stadt ist aber ebenso überfüllt von Touristen. Ich werde in den kommenden Tagen (oder arbeitsvolumenbedingt vielleicht auch Wochen) noch meine neu oder wieder entdeckten Lieblingsorte und auch empfehlenswerte Restaurants  vorstellen und möchte hier nur erste kurze Ratschläge geben, um den Aufenthalt angenehm zu gestalten. 1. Attenzione al traffico! Florenz Straßen sind im Centro meist Gassen und somit sind eng, die Bürgersteige zum Teil kaum vorhanden. Die Motorini (Roller), Fahrradfahrer und zahlreiche Elektro-Taxis brettern aber dennoch mit hoher Geschwindigkeit und erhabener Rücksichtslosigkeit um die Ecken und durch die Gassen. Es …