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Erinnerungen. Mehr als ein Salzburger Quak-Nockerl.

Strahlewetter. Also auf nach Salzburg, denn sie möchte diese Stadt gerne noch einmal sehen und genießen. Erzählungen über Freunde, Schauspielkollegen, Musik- und Kunstgrößen säumen die Schritte durch die Gassen. In der Getreidegasse überfällt sie ein Mix aus Nostalgie und Entsetzen. Kein Wunder: Nachdem die Mozartkugeln jahreszeitenbedingt in die kühlen Bereiche der Souvenirläden verbannt sind und die Begeisterungswelle für Kühlschrankmagneten ganz offensichtlich abebbt, sind es nun Badeentchen und andere Plastikunformen, die die Touristen ergötzen. Ob Mozart, Alpenoid-Bua oder Busen-Madl − taiwanesische Produzenten, der Zoll und die Salzburger Souvenir-Szene erfreuen sich der neuen Einnahmequelle. Auch dort, wo einst Traditionsgeschäfte waren. Im Tomaselli schmeckt der Marillenkuchen leider nicht so, wie die Erinnerung an die Wachau es gerne auf der Zunge verspüren würde. Schade. Aber allein die Tradition der Kuchendame, die separat vom Herrn Ober (der nur für die Getränke zuständig ist), mit ihrem Kuchentablett an den Tisch tritt und auch getrennt abrechnet, tut gut. Die Cremeschnitte essen wir gemeinsam für den Herzensmenschen, der sie bei seinem letzten Salzburg-Besuch so sehr genossen hatte, am Tag nach seinem Dirigat im Mozarteum. Österreichische Tristesse-Gedanken steigen auf …

Cache 1.0 leeren. Runterfahren aufs Ich.

Erholung war vonnöten. Und nach all der Kommunikation nach außen und mit vielen nun mal wieder der Mono-Dialog mit mir. Fragen und Antworten kommen lassen – von sich aus. Ohne Zeitnot, ohne Vorgaben von außen. Kein Internet, keine Tageszeitung, kein Radio. Schlafen, lesen, wenig sprechen. Reduktion. Heilfasten. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass es mir ab und an gut tut, geleert in den Alltag zurück zu gehen. Dieser Verzicht auf vieles bringt mich wohl wieder ein Stück näher zu mir. Alle drei Male war das Erleben bisher unterschiedlich und auch bei diesem vierten Mal bewies sich, dass jede dieser Innenreinigungen ihren ganz eigenen Verlauf nimmt. Der Start war verdächtig selbstverständlich: das letzte, schon vorbereitend schonende Abendessen the day before. Die beim ersten Mal schier unmöglich erscheinende Aufgabe, um 5 Uhr früh die Zitronensaft-Glaubersalz-Mischung mit einem Liter Wasser zu trinken – diesmal fiel’s mir leicht. Macht man eben. Die Anwendungen, die Massagen, die mittäglichen Leberwickel mit Heu… hat man eben. Tun gut. Fünf bis sechs Liter Wasser und Kräutertee. Trinkt man eben – diesmal auch ohne Aggressionsentwicklung bei Betrachtung des stets gut gefüllten Wasserkrugs. Der …