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Vom Mittendrin des Außenstehenden: Die Philharmonie de Paris

Ein Kulturtempel namens Philharmonie liegt üblicherweise recht zentral – so kennt man es von vielen Metropolen. Nicht so in Paris: Die Fahrt zur 2015 eröffneten Philharmonie de Paris, die Bestandteil der City de la musique ist, wirft zunächst die Frage auf, ob unser Fahrer tatsächlich ortskundig ist oder vielleicht doch eher nur geschäftstüchtig. Es geht vorbei an Gewerbegebieten und den überall hässlichen, weil gesichtslosen Riesenwohnblocks, von einer Stadtautobahn gefühlt auf mindestens vier weitere und dann wieder in zwei Kurven und noch einer Brücke entlang. Und plötzlich blitzt es seitlich metallern auf und was das Auge erblickt, lässt den Anfahrtsweg vergessen: Eine Trutzburg aus der Welt des Darth Vader (was bei Sonnenschein sicherlich anders wirkt als an unserem grautrüben Besuchstag), die mal glänzt und dann wieder matt ist und Elemente enthält, die umgehend an Zeichnungen von M. C. Escher erinnern. Erst im Inneren des Gebäudes, das man über Treppen, langsam ansteigende Rampen oder Rolltreppen erreichen kann, wird klar, dass das Konzept mehr beinhaltet als ein auffälliges Äußeres mit einem reinen Konzertsaal sowie ein paar kleinere Proberäume. Es ist ein kulturelles Gesamtkonzept, …

Wo Münchens neues Konzerthaus wächst: Einblicke auf die Ausblicke des Werksviertels

Seit Jahren insistiert Mariss Jansons, Chefdirigent des wunderbaren Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks (abgekürzt BRSO), es müsse endlich ein eigenes Zuhause für sein Orchester geben. Und es stimmt: Die Philharmonie im Gasteig, Heimat der Münchner Philharmoniker und somit des städtischen Orchesters, ist mit ihren 30 Jahren zwar fast noch jung zu nennen – die Akustik ließ jedoch schon immer wünschen übrig. Und das Sitzvergnügen … nun ja: auf vielen Plätzen sitzt man schräg verdreht und eine stundenlange Dauertorsion ist nicht wirklich etwas, das den Kunstgenuss erhöht. Ich kenne die meisten der Sitzplatzblocks: manche sind einfach nur zum Heulen schlecht, andere haben ihre Vorzüge – brillant für die Werke von Albinoni bis Zemlinsky ist vermutlich keiner. Ein Hin und ein Her gab es also, das Thema wurde politisch und wirtschaftlich rauf- und runterdiskutiert. Es gibt Gegner, die einen weiteren Kulturtempel in München für reichlich überflüssig halten und die benötigten Gelder anderweitig investieren würden (ja – da gibt’s es sicherlich viele Ecken und Enden, die mal angepackt werden sollten!). Und es gibt die Befürworter. Nicht, weil es chic wäre, eine …

The Sound of Summer. The Sound of Nature.

Irgendwann ist immer ein erstes Mal – heute ist für mich Premiere für die Teilnahme an einer Blogparade: Noa von Kulturnatur bat unter dem Motto „Mein Outdoor-Kulturtipp“ und dem Hashtag #OutdoorKultur um die Tipps anderer Blogger. Und wenn es ein Open-Air-Musikfestival gibt, dass ich uneingeschränkt empfehlen kann und möchte, dann sind es die I Suoni delle Dolomiti alias The Sounds of the Dolomites. Der Klang der Dolomiten also, im Trentino. Ich kam im vergangenen Sommer in den allerhöchsten Genuss des Morgendämmerungskonzerts und mein Herz strahlt sofort wieder vor Begeisterung, wenn ich an dieses No-Dolby-but-Surround-Erlebnis denke! Diese Kulisse, diese Musiker, die Stimmung, die Achtsamkeit der Gäste, die aufsteigende Wärme nach Sonnenaufgang, der Abstieg ins Tal … Das bislang für dieses Jahr veröffentlichte Programm verheißt erneut Begegnungen mit berühmten und auch unbekannteren Künstlern unterschiedlichster musikalischer Couleur (von Jazz über Klassik bis hin zu Crossover und „Weltmusik“) in Verbindung mit beeindruckenden Orten in den Dolomiten. Und vermutlich dürften weitere Termine folgen, daher lohnt sich sicherlich immer wieder ein Blick aufs Programm. Die meisten Konzerte finden mittags statt, so dass die wandernden Besucher gut aufsteigen können und auch rechtzeitig …