Autor: casowi

Einmal richtig hoch hinaus: My first Zugspitze

Ist das nicht eigentlich unglaublich albern? Da bereisen wir die halbe Welt und kennen uns in manchen Regionen so wunderbar aus, dass wir uns fast heimisch fühlen und vor Tipps überquellen, wenn uns Dritte darum bitten. Und dann ist da dieses berühmte Gute, das ja oft so nahe liegen soll – und das wir von einem aufs andere Mal verschieben. Und so ziehen die Jahre und Jahrzehnte ins Land (bzw. in die Länder) und irgendwann merken wir, dass die nahe Umgebung diverse Kenntnislöcher enthält. So ist’s auch mir jüngst ergangen: Obwohl ich nur gute 90 km entfernt wohne, war ich noch nie auf der Zugspitze. Ein bissl verschämt rotbäckig wurde ich also schon, als Petra Vogt, die Kurdirektorin der Gemeinde Grainau, die sich stolz „Das Zugspitzdorf“ nennt, erwähnte, dass nach dem Mauerfall der Besuch der Zugspitze für viele Ostdeutsche ganz oben auf der Sehnsuchtsliste stand. Und so wenig Budget sie auch hatten: sie setzten ihren Wunsch, auf Deutschlands höchstem Berg stehen zu können, schwuppdiwupp in die Realität um. Tja: Tatendrang führt Wünsche schon immer besser …

Zeit ist bunt. Oder: Das Hippiegefühl am Handgelenk.

Sie sahen völlig überraschend aus, fühlten sich ganz anders an und zogen in wilden Farbmixturen und wagemutigen Designs jede Menge Aufmerkamkeit auf sich: Als 1983 die ersten Uhren von Swatch auf den Markt kamen, war ich sofort begeistert. Denn bislang dominierten – zumindest gefühlt – die männlichkeitsmetalltriefenden Digitaluhren von Seiko oder Gediegenes aus Großmutters Zeiten in Schwarz-Weiß-Grau-Gold-Tönen den Uhrenmarkt. Solide Zeitmesser, ja – aber fernab jeglichen Hippiegefühls am Handgelenk. Gut, man kann natürlich darüber diskutieren, ob ein Hippie überhaupt jemals eine Uhr getragen hat oder hätte. Aber es fühlte sich irgendwie herrlich revolutionär und hippieesk an, als Medizinstudentin, die ja doch viel Zeit im weißen Kittel mit weißen Birkenstocks (damals definitiv das uncoolste Schuhwerk aller Zeiten, aber ein Must im Klinikalltag) auf Krankenhausstationen verbrachte, mit einer bunten Uhr etwas Lebensfreude ins Hospitalweiß zu bringen. Und als Studentin konnte ich mir 65 DM für eine dieser Quartzuhren in manchmal sogar transparenten Plastikgehäusen in ungewöhnlichen Designs und Farben auch gerade noch so über Monate hinweg vom kargen Budget abknapsen oder das Modell der Begierde als Geburtstagswunsch äußern. …

Und sie bloggen doch: Ü50-Bloggertreffen in München

Vor zwei Jahren bin ich mit meinen Blogs bei Blogs 50Plus sozusagen eingezogen und ein bisschen daheim. Die Plattform wurde von Uschi Ronnenberg und Maria Al-Mana gegründet und aktuell haben sich dort 275 Blogger eingefunden. Einen Teil der Blogs und der Menschen dahinter kenne ich bereits, das Gros dieser Bloggereusen und Bloggeretti war mir aber bis dato persönlich unbekannt. Als Beatrix Andree im vergangenen Herbst vorschlug, die südliche Fraktion könne sich doch nach dem Vorbild der beiden Treffen in Köln und Berlin nun auch mal in München zusammentun und Co-Organisatoren suchte, meldete ich mich, um sie zu unterstützen. Wir steckten also unsere Köpfe zusammen und überlegten, wann wir wen wie womit und worüber informieren sollten und was wir wann wie organisieren müssten und ein paar Mails später ging ein Doodle durch die Runde. Und zack – kaum ein halbes Jahr später kamen nun also 17 Blogger_innen aus Deutschland und Österreich zusammen. Nach kurzem Veganer-Check verabredeten wir uns im Bratwurstglöckl am Dom – es liegt zentral, die Qualität der Speisen ist seit meiner Kindheit auf verlässlich …