Autor: casowi

Viele Köche? Viele Köche! Und Bio pur.

Nein, die vielen Köche verdarben ebenso wenig den berüchtigten Brei wie die Kalbszunge mit Milzbavesen oder die veganen Bulgur-Kartoffelpflanzerl. Ihnen gelangen vielmehr Kalbshaxe auf Gemüsebett mit Semmel(okay: Brötchen)auflauf und das zungenschmeichelnde Sanddornparfait! All diese Köstlichkeiten fertigten die von den Bio Hotels eingeladenen Hobbyköche und Genussmenschen am ersten Tag des Kochlust PUR III-Events an. Und ich war eine davon! „Sinn und Sinnlichkeit in 6 Gängen“ lautete das Motto an Herd und Esstisch. Genau das setzten wir auch mit allen Sinnen an den beiden Tagen im Alten Wirt in Grünwald bei München um: Da wurde gewaschen und geschnibbelt, entgrätet und geschält, gerührt und geschmolzen, überbacken und gebraten, frittiert und gekühlt, was das Zeug hielt. Und in vielen Dialekten gesprochen, denn wir waren eine bunte Mischung aus vielen österreichischen und deutschen Bundesländern, die bei allen Unterschieden in Alter, Beruf, Geschlecht und Zungenkocherfahrung doch eines einte: Wir lieben echte Lebensmittel. Echt heißt in diesem Falle: regional, saisonal, aus Bio-Anbau oder Bio-Haltung. Also nix mit Bindern und Rieselhilfen, Farbstoffen und Aromazusätzen, keinen Genveränderungsgedöns und kein Schnelltollsuperbilligwenigerkohlenhydratekaumfettabervollerersatzstoffenmist. Von dem ich nichts …

Vereint im Anderssein. Die Redhead Days in Breda.

Am ersten September-Wochenende sieht das hübsche niederländische Städtchen Breda traditionell rot. Und nicht nur ein Rot – an die zweitausend Rotschattierungen sind es. Denn seit 2007 organisiert das Team rund um Initiator Bart Rouwenhorst die Redhead Days, eine Veranstaltung für Rothaarige aus aller Welt, die mittlerweile nahezu vier Tage umfasst. Als Maler hatte er 2005 auf der Suche nach rothaarigen Modellen eine Anzeige geschaltet und erhielt unerwartet hohe Resonanz darauf. Also ergriff er die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes beim Schopf und rief das mittlerweile weltweit größte Treffen aller MC1R-Mutierten ins Leben. Immer auffällig: Die MC1R-Mutanten MC1R ist ein Protein, das bei einer Veränderung des Gens Nr. 16 das hellere Phäomelanin statt des dunkleren Melanins in Haare, Haut und Augen einbaut. Die Folge sind hellere Haut, Sommersprossen und mehr oder minder rotes Haar. Manche von uns kommen leuchtenden Haares wie ein Feuerwehrauto zur Welt und verfärben sich während der Schulzeit über Schwedenweißblond in eine fröhlich-unauffällige Straßenköterfarbe (O-Ton von Betroffenen). Andere wiederum tragen lebenslang die dunkelroten Töne von Mahagoniholz im Haar. Die meisten werden schon früh …

Einfach mal Fontainebleau machen – fürs kaiserkönigliche Gefühl

Zack, ist der Sommer schon vorüber und leider war bei mir zu viel los, um einen schönen Sommerurlaub genießen zu können. Ein paar Am-Stück-Tage Abstand von Alltag und Job tun aber not und so habe ich mir neben dem Plan, dieses Jahr nun doch endlich mal den niederländischen „Red Head Day“ zu besuchen, ein paar Gedanken gemacht, wohin es mich ziehen könnte. Die Paris-Eindrücke meiner beiden Frühjahrsbesuche sind immer noch sehr präsent und es wäre durchaus verlockend, aller guten Reisen auch mal drei sein zu lassen und noch eine Herbst-Tour in Richtung Seine anzutreten. Da ich ja seit einigen Jahren das früher so geliebte Wohnwirrwarrgewimmel der Stadt gegen die (manchmal auch Pseudo-)Ruhe eines Vororts eingetauscht habe und dabei insbesondere viel Grün, die Beschaulichkeit des Dorfs und etwas Entschleunigung genieße, stünde diesmal neben so mancher Kulturverlockung der Stadt auch wieder ein Ausflug ins Umland auf dem Programm. Im Frühjahr führte die von Atout France und seinen Partnern initiierte Kulturreise unsere internationale Journalisten- und Bloggergruppe auch nach Fontainebleau. Bei bleauestem Strahlewetter ging’s etwa eine Stunde lang raus …