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Begegnungen mit Masken. Ein „Eigentlich“ wandelt sich.

Eigentlich mag ich weder Masken noch bin ich generell Fan von Kostümierungen. Fasching ist nicht so mein Ding und Karneval schon gar nicht. Das feiere gerne, wer mag − ich suche in diesen Tagen lieber Ruhe oder genieße ungestörtes Arbeiten. Auch die heidnischen Bräuche der Tiroler Bergwelt haben mir während der Studienzeit in Innsbruck offen gestanden durchaus ein wenig mehr als Respekt eingeflößt − nur ungern lasse ich das Gefühl, im Dunklen bei Schnee und Eis auf dem Weg nach Götzens von den Perchten aufgehalten zu werden, Revue passieren. Auch im Trentiner Val di Fassa gibt es eine Begegnung mit dem Krampus, dem hier so haarigen Zottelmonster, das am 6. Dezember den Hl. Nikolaus und den Gaben tragenden Engel begleitet. Nix für zarte Kinderseelen. Nun stand ich also im Ladinischen Museum in Vigo di Fassa plötzlich in einem Saal voller hölzener Masken. Und war amüsiert und fasziniert. Es war, als würde ich Menschen begegnen, die ich längst von irgendwoher kenne. Zunächst waren da Papageno und Papagena (okay: Fabelwesen aus Mozarts Zauberflöte und keine Echt-Menschen). Als nächstes bemerkte ich den zahnluckerten Alten aus …

Spalten und Kerne. Innenbetrachtungen eines großen Apfels.

  Hot. Crazy. Trendy. Fashionable. Der Big Apple. Einblicke in Teile seines Gehäuses. 50 cm Neuschnee im Central Park – da muss man doch nen Schneekratzer bauen. Mr. Snowman muss in New York ein bisschen größer sein. Und vor allem ein Gemeinschaftswerk mehrerer Zettelinhaber. Melting Pot, irgendwie immer. Für Aktionskünstler: Ceci n’est pas un Magritte. Und immer very fashionable! Auch 2010 wieder im Trend: Hosen in perfekter Passform. Neu: Kleider im Serviettenlook. Und formschöne Hausschuhe für den Herrn von Geld. Für die Gespielin dürfen es ruhig ein paar Reißzwecke mehr sein. Wer was auf sich hält, lebt ohnehin möglichst weit oben. Sollte die Dame umknicken, keine Sorge – bis sie es merkt und um Hilfe bittet, sind auch diese Fahrzeuge wieder schneebefreit. Außerdem kann mn die Zeit bis zum Abtauen auch mit der duften(den) Darreichung einer Essenz der Marke „No making Scents“ überbrücken. Ein wirksames Riechsalz findet bei Millionärstöchterchen übrigens auch im kleinsten Abendhandtäschlein seinen Platz. Tipp: während der Revitalisierungsphase platziere man die gefallene Dame auf einem stilvoll friedvollem Sitzmöbel. Aber bitte nicht gegenüber einem Porzellangeschäft – Dekorationen wie diese könnten ihren Puls …

Allerlei Nebensächliches. Weil’s schön ist.

Es sind ja immer die kleinen Nebenbei-Dinge des Lebens, die meine Seele an Tagen wie diesem hüpfen lassen. Heute waren es zunächst die beiden Mitsechzigerinnen, die seit den 70er Jahren in Amerika leben und in wunderbarstem Norddeutsch ihre Erfahrungen austauschten. Am Nachbartisch des Mittags-Delis. Nicht ahnend, dass ich… ja, ich hatte fast ein schlechtes Gewissen, mich nicht als der Sprache kundig enttarnt zu haben. Aber ihre „ich hätte das Apartment in den 80ern kaufen sollen“ und „ich hab ja auch ne Wohnung in China“-Geschichten waren ebenso unterhaltsam wie das Wissen, dass die Damen sich völlig unzugehört fühlten und so erfrischend fröhlich über Gott un die Welt debattierten. Beim Einkauf im benachbarten Designerschnäppchen-Taiwanmüll-Restegerümpelladen TJ Maxx dann die Freude über ein Glas Breitsamer Honig in einem Regal nahe der Kasse. Heimischer Honig also, mitten in New York. Einsamer und hier sehr unheimischer Honig. Kein Mensch wollte ihn wohl. Ich übrigens auch nicht. Er genießt aber immerhin einen netten Ausblick. Auf der anderen Straßenseite dann eine Fassade, die von diesem hübschen Motiv geziert wird. Auf dem weiteren Weg dann …