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Die schönen und die neuen Künste von Nancy

[Unbezahlte Werbung ⎥ Pressereise] Nancy verfügt über viele Museen, einige davon wie die Villa des Möbeldesigners Louis Majorelle oder das Musée Lorrain d’Art et d’Histoire im Herzogpalast werden zurzeit aufwändig renoviert. Umso schöner, dass auch die geöffneten ihren Besuchern viel zu bieten haben. Das 1793 gegründete Musée des Beaux-Arts Nancy (MBAN) zählt zu den ältesten Museen Frankreichs. Man betritt es über die Place Stanislas, es umfasst jedoch drei Gebäude aus unterschiedlichen Epochen, allen voran den Pavillon unmittelbar an der Place Stanislas, der somit Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Place Stanislas ist. 1936 wurde der Art déco- Flügel angebaut und 1999 zeitgenössisch von Laurent Beaudouin erweitert. Die Grundmauern des Musée des Beaux-Arts stehen auf den Befestigungen der Stadt (15. bis 17. Jahrhundert) – in den Räumlichkeiten des Untergeschosses sieht man Reste der Stadtmauern, wenn man die mehrere hundert Exponate umfassende Collection Daum mit Werken der bedeutendsten Glaskünstler des Art Nouveau besichtigt. Leider waren diese Räumlichkeiten allerdings im Sommer 2018 aufgrund eines Wasserschadens noch geschlossen – heftige Regenfälle hatten Überschwemmungen der tiefliegenden Gebäudeteile zur Folge. Alle Objekte konnten zum Glück gerettet …

Mythos Bayern: Vom Harzsammler bis zum Märchenkönig Ludwig II.

[Unbezahlte Werbung | Pressereise] Wald, Gebirg und Königstraum – das verspricht die Bayerische Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte, die dieses Jahr in Kloster Ettal unter dem Motto „Mythos Bayern“ gastiert. Und das hält sie auch: Los geht’s in den angenehm temperierten Räumen des Klosters mit dem Thema Wald. Gut 37 Prozent Bayerns sind bewaldet, etwa zwei Drittel sind Staatsforste, erfährt man da – und etwa 83 Jahre ist das Durchschnittsalter der Bäume. Sehr beeindruckend: Jede Sekunde wächst ein Kubikmeter Holz nach. Um gleich im Mythos Bayern zu bleiben: Das Wachstum ist nicht nur wichtig in Sachen Nachhaltigkeit, auch das Aufstellen des Maibaums kann damit erhalten bleiben. Es gab nämlich durchaus Zeiten, in denen dieser Brauch strikt untersagt war, da die Einschlag- ebenso wie die Sammelrechte limitiert waren, weil das Holz knapp war. Die Jagdrechte blieben ohnehin bis tief ins 19. Jahrhundert dem Adel vorbehalten – was Wilderer nicht abhielt, den ein oder anderen Hirsch zu erlegen. Neben Gewehren und Jagdhörnern, Geweihen und Holzmarterln, die aus Dankbarkeit an göttlichen Beistand bei Unglücksfällen aufgestellt wurden, gibt’s …

Zeit ist bunt. Oder: Das Hippiegefühl am Handgelenk.

Sie sahen völlig überraschend aus, fühlten sich ganz anders an und zogen in wilden Farbmixturen und wagemutigen Designs jede Menge Aufmerkamkeit auf sich: Als 1983 die ersten Uhren von Swatch auf den Markt kamen, war ich sofort begeistert. Denn bislang dominierten – zumindest gefühlt – die männlichkeitsmetalltriefenden Digitaluhren von Seiko oder Gediegenes aus Großmutters Zeiten in Schwarz-Weiß-Grau-Gold-Tönen den Uhrenmarkt. Solide Zeitmesser, ja – aber fernab jeglichen Hippiegefühls am Handgelenk. Gut, man kann natürlich darüber diskutieren, ob ein Hippie überhaupt jemals eine Uhr getragen hat oder hätte. Aber es fühlte sich irgendwie herrlich revolutionär und hippieesk an, als Medizinstudentin, die ja doch viel Zeit im weißen Kittel mit weißen Birkenstocks (damals definitiv das uncoolste Schuhwerk aller Zeiten, aber ein Must im Klinikalltag) auf Krankenhausstationen verbrachte, mit einer bunten Uhr etwas Lebensfreude ins Hospitalweiß zu bringen. Und als Studentin konnte ich mir 65 DM für eine dieser Quartzuhren in manchmal sogar transparenten Plastikgehäusen in ungewöhnlichen Designs und Farben auch gerade noch so über Monate hinweg vom kargen Budget abknapsen oder das Modell der Begierde als Geburtstagswunsch äußern. …