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Elf Florenz-Tipps für angenehmes Stadterleben

Ich bin kein Fan dieser ubiquitären 10 Punkte-Listen, die einem vorschreiben wollen, wie man sich als Bewerber, Social Media-Verantwortlicher, Reisender oder Abnehmwilliger zu verhalten habe, um möglichst toll, perfekt und richtig wichtig zu sein. Und doch erscheint es mir für all diejenigen, die in den anstehenden Pfingstferien einige Tage in Florenz verbringen wollen, ganz hilfreich, ihnen ein paar Tipps an die Hand zu geben, die dienlich sein könnten. Florenz ist umwerfend und einzigartig (ebenso wie Rom oder Venedig und viele weitere Städte in Italien oder dem Rest der Welt) – die Stadt ist aber ebenso überfüllt von Touristen. Ich werde in den kommenden Tagen (oder arbeitsvolumenbedingt vielleicht auch Wochen) noch meine neu oder wieder entdeckten Lieblingsorte und auch empfehlenswerte Restaurants  vorstellen und möchte hier nur erste kurze Ratschläge geben, um den Aufenthalt angenehm zu gestalten. 1. Attenzione al traffico! Florenz Straßen sind im Centro meist Gassen und somit sind eng, die Bürgersteige zum Teil kaum vorhanden. Die Motorini (Roller), Fahrradfahrer und zahlreiche Elektro-Taxis brettern aber dennoch mit hoher Geschwindigkeit und erhabener Rücksichtslosigkeit um die Ecken und durch die Gassen. Es …

Begegnung mit vergessenen Frauen

Der Alte Münchner Südfriedhof ist per se ja schon interessant: Liegen dort doch zahlreiche bekannte Persönlichkeiten und Normalbürger längst vergangener Zeiten in meist beeindruckenden Gräbern, die meist längst vom Verfall gekennzeichnet sind. Auch Vorfahren unserer Familie fanden dort ihre letzte Ruhestätte. Seit etwa einem Jahr schenkt Adelheid Schmidt-Thomé nun den Vergessenen Münchnerinnen die Aufmerksamkeit, die diese Frauen auch heute noch verdienen. Sie brachte einen sehr schönen Kalender für das aktuelle Jahr heraus (ein paar Restexemplare der 2. Auflage gibt es wohl noch), in dem sie Monat für Monat je eine Protagonistin vorstellt. Und nun bietet sie auch Führungen an – aktuell noch als Privatführung, später werden öffentliche folgen. So kam ich jüngst in den Genuss, beeindruckende und bewegende Schicksale einiger Damen kennen zu lernen, darunter Felicitas von Klenze, Ilka von Wrede (nach der die Ilka-Höhe bei Tutzing benannt ist), Caroline Pfeffel, Luise Roeckl aus der Dynastie der Lederhandschuhexperten, die Schauspielerin und Erfinderin des Schneeballsystems, Adele Spitzeder sowie Clara Ziegler, Starschauspielerin und Gründerin des Deutschen Theatermuseums. Auch das recht zart anmutende Grab der von König Ludwig I. zur „Schönen Münchnerin“ erhobenen Helene Miller, geb. Sedlmayr, kann man besuchen. …

Katalonische Erholsamereien

Das Mas Salagros ist so nahe am quirligen Barcelona – und doch so weit weg von Hektik und Betriebsamkeit. Rückwirkend betrachtet ist das für mich wohl der größte Erholungsfaktor dieses aktuell einzigen spanischen Mitglieds der Bio-Hotels-Vereinigung. Im Vorfeld der Reise stand einen tüchtige Portion Tatendrang bei mir ganz groß im Vordergrund. „Ich muss unbedingt diesmal den Park Guëll sehen, ich will unbedingt noch mal in die zauberhafte Casa Batlló und auf den Markt und und und.“ Diese inneren Sätze wichen bereits nach dem ersten Aufenthalt im chicen Aire-Spa dem Gefühl des Könnens. Die römisch inspirierte Badelandschaft ließ mich mit ihrer reduzierten Einrichtung, besänftigenden Lichteffekten und abwechslungsreichen Badebecken schnell zur Ruhe kommen. Hotelgäste können die Bäderlandschaft übrigens täglich 90 Minuten kostenfrei nutzen, müssen jedoch vorher an der Rezeption einen Termin vereinbaren. Denn gerade an Wochenenden und Feiertagen nutzen viele Städter die Möglichkeit, sich im Aire Vallromanes auch recht kurzfristig ein paar Stunden zu entspannen (die Wartezeit für das Aire Barcelona soll aktuell etwa drei Monate betragen). Geräumig-kuschelige Bademäntel, Handtücher und hygienische Badeschuhe, die auch im Wasser zu tragen sind, werden übrigens gratis zur Verfügung gestellt. Ich musste also gar nichts …