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Einmal richtig hoch hinaus: My first Zugspitze

Ist das nicht eigentlich unglaublich albern? Da bereisen wir die halbe Welt und kennen uns in manchen Regionen so wunderbar aus, dass wir uns fast heimisch fühlen und vor Tipps überquellen, wenn uns Dritte darum bitten. Und dann ist da dieses berühmte Gute, das ja oft so nahe liegen soll – und das wir von einem aufs andere Mal verschieben. Und so ziehen die Jahre und Jahrzehnte ins Land (bzw. in die Länder) und irgendwann merken wir, dass die nahe Umgebung diverse Kenntnislöcher enthält. So ist’s auch mir jüngst ergangen: Obwohl ich nur gute 90 km entfernt wohne, war ich noch nie auf der Zugspitze. Ein bissl verschämt rotbäckig wurde ich also schon, als Petra Vogt, die Kurdirektorin der Gemeinde Grainau, die sich stolz „Das Zugspitzdorf“ nennt, erwähnte, dass nach dem Mauerfall der Besuch der Zugspitze für viele Ostdeutsche ganz oben auf der Sehnsuchtsliste stand. Und so wenig Budget sie auch hatten: sie setzten ihren Wunsch, auf Deutschlands höchstem Berg stehen zu können, schwuppdiwupp in die Realität um. Tja: Tatendrang führt Wünsche schon immer besser …

Breda – lebendig, liebenswert und (er)lebenswert

Breda beweist mit seinen gut 180.000 Einwohnern auf vielfältige Art einmal mehr, dass man als Kleinstadt keineswegs verschlafen und überaltert sein muss. Die Stadt liegt im niederländischen Nord-Brabant am Zusammenfluss der Flüsse „Breeden Aa“ und „Mark“ und erhielt im Jahr 1252 das Stadtrecht. Historisch ist hier einiges passiert: Mal handelte man Friedensabkommen oder Deklarationen mit Engländern oder Spaniern aus, dann war die Stadt wieder belagert von selbigen. Heute zeigen sich die Bewohner lebensfroh und weltoffen: Breda ist bekannt für seine DJ-Szene, das frühsommerliche Jazz-Festival und elf Jahre lang auch den Redhead Days, der zuletzt mehrere tausend Rothaarige aus etwa 80 Ländern anzog und vereinte in ihrem Anderssein. Auch ich besuchte die Stadt aufgrund meines Interesses am Austausch mit anderen Rothaarigen. Mehr dazu gibt’s im Blogpost zu den Redhead Days. Als Unterkunft hatte ich mir das Boutique Hotel Het Scheepshuis auserkoren – ein charmant-alter Backsteinbau, gekrönt von einem güldenen Segelschiff, etwas außerhalb des Stadtzentrums gelegen und recht persönlich geführt. So sprang der Freund der Besitzerin charmant und professionell als Frühstückszelebrator ein, als sie überraschend erkrankt war – und …

Einfach mal Fontainebleau machen – fürs kaiserkönigliche Gefühl

Zack, ist der Sommer schon vorüber und leider war bei mir zu viel los, um einen schönen Sommerurlaub genießen zu können. Ein paar Am-Stück-Tage Abstand von Alltag und Job tun aber not und so habe ich mir neben dem Plan, dieses Jahr nun doch endlich mal den niederländischen „Red Head Day“ zu besuchen, ein paar Gedanken gemacht, wohin es mich ziehen könnte. Die Paris-Eindrücke meiner beiden Frühjahrsbesuche sind immer noch sehr präsent und es wäre durchaus verlockend, aller guten Reisen auch mal drei sein zu lassen und noch eine Herbst-Tour in Richtung Seine anzutreten. Da ich ja seit einigen Jahren das früher so geliebte Wohnwirrwarrgewimmel der Stadt gegen die (manchmal auch Pseudo-)Ruhe eines Vororts eingetauscht habe und dabei insbesondere viel Grün, die Beschaulichkeit des Dorfs und etwas Entschleunigung genieße, stünde diesmal neben so mancher Kulturverlockung der Stadt auch wieder ein Ausflug ins Umland auf dem Programm. Im Frühjahr führte die von Atout France und seinen Partnern initiierte Kulturreise unsere internationale Journalisten- und Bloggergruppe auch nach Fontainebleau. Bei bleauestem Strahlewetter ging’s etwa eine Stunde lang raus …