Alle Beiträge, die unter reise gespeichert wurden

Trier: Laserkunst auf Römerbauten

[Werbung | Kooperation] Trier ist eine faszinierende Stadt – angeblich die älteste Deutschlands und heute überaus beliebt bei etwa 20.000 Studenten. Den Anfang machten die Römer: Sie kamen, blieben und prägen bis heute große Teile des Stadtbilds und der Identität Trier. 50 v. Chr. marschierten sie durch das Mosel-Tal zwischen Hunsrück und Eifel, entdeckten, dass sie den Fluss an einer natürlichen Furt zu Fuß überqueren konnten und siedelten umgehend an diesem zukünftigen Knotenpunkt der Handelswege und Pilgerströme. 17 v. Chr. gründete Kaiser Augustus während eines Besuchs die Stadt Augusta Treverorum und initiierte zugleich den Weinbau, weil ihm das Klima gut geeignet erschien. Ein wahrlich cleverer Schachzug, denn noch heute sind Moselweine weltweit hoch geschätzt. Das römische Stadtbild wurde von Straßenzügen geprägt, die so akkurat liefen wie man es heute aus mancher amerikanischen Großstadt kennt. Innerhalb von 150 Jahren entstand eine der bedeutendsten Städte der damaligen Zeit, mit gut 40.000 Einwohnern. Die vorher schon ansässigen Treverer, nordgallische Kelten, hatten die Vorzüge (florierende Geschäfte durch zunehmend rege Handels- und Pilgerströme, Fußbodenheizungen, kostenlose Thermenbesuche etc.) römischen Lebenstils erkannt, passten …

Leidenschaftlich, genussvoll und lebensfroh: Die Pfalz

[Werbung | Kooperation] Es gab vor ein paar Jahrzehnten mal einen Bundeskanzler, der seinen Gästen und Gastgebern aus und in aller Welt stets Pfälzer Saumagen dedizierte. Als gäbe es keine andere deutsche Spezialität, dachte ich mir damals, und: „Wer will denn schon den Magen einer Sau essen?“ Heute weiß ich: Man nimmt die befremdlich anmutende Innerei gar nicht zu sich – der Magen dient allein dazu, die Zutaten des Gerichts (Schweinefleisch, Brät, Kartoffeln und Gewürze) beim Garvorgang in seinem Inneren zu formen und fixieren. Anschließend wird die Masse in Scheiben geschnitten, meist leicht angebraten und schließlich mit Sauerkraut und Brot serviert. Nachdem ich diese Spezialität mittlerweile einige Mal genossen habe – an unterschiedlichen Orten und in verschiedener Zubereitungsart (im Original ebenso wie als Carpaccio) – kann ich meine kulinarischen Vorurteile von damals revidieren. Und sage (nicht nur deshalb) überzeugt: Warum entdecke ich die Pfalz denn eigentlich erst jetzt? So vieles, was man der Region nachsagt, ist wunderbar richtig: Die Landschaft erinnert an die Toskana, das Klima lässt wunderbare Weine gedeihen, ja sogar Feigenbäume tragen Früchte. …

Nancy: Charmant, elegant, wehrhaft und erfindungsreich

[Unbezahlte Werbung / Pressereise] Um es gleich vorweg zu nehmen: Nancy verfügt über einen unglaublichen Charme. Die Stadt ist liebenswürdig und zugleich respektvoll, wirkt trotz aller architektonischen Pracht auch immer wieder bodenständig, ihre Einwohner sind hilfsbereit und wirken sehr entspannt und unprätentiös. Und sie verstehen es, das Leben und ihre Stadt zu feiern. Die Stadt wurde im 11. Jahrhundert gegründet und zählt heute etwas mehr als 105.000 Einwohner. Mit dem Zug dauert die Fahrt von Strasbourg anderthalb Stunden – Zeit, um die vorbeiziehende hübsche Landschaft sowie kleine Dörfer genießen zu können und sogar Störche auf den Feldern zu erblicken. Nancy war sieben Jahrhunderte Hauptstadt des unabhängigen Herzogtums Lothringen, das es ja so nicht mehr gibt – nicht nur, weil Lothringen ja seit geraumer Zeit zu Frankreich gehört, sondern auch, weil 2016 die Regionen Lothringen, Elsass und Champagne-Ardenne zu Le Grand Est verschmolzen wurden. Im 9. Jahrhundert gehörte Nancy zum Reich Karl des Großen, seine Erben erhielten je einen Teil davon zugesprochen: Karl der Kahle erhielt das Gebiet des heutigen Frankreichs, Ludwig der Deutsche Österreich und …