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Genießen wie Gott in Nancy

[Pressereise] Ein Lob auf die Franzosen und ihre Küchenkünste – sie beherrschen das Handwerk liebevoller und respektvoller Zubereitung von Lebensmitteln einfach aus dem Effeff! So auch das Restaurant Les Frères Marchand in der Grande Rue – unmittelbar gegenüber des Palasts der Herzöge von Lothringen gelegen – ist aufgrund langjähriger und zahlreicher Auszeichnungen für seine fantastische Fromagerie weit über die Stadtgrenzen Nancys hinaus berühmt. Je nach Jahreszeit, persönlicher Vorliebe und Reservierungslage kann man im Gastgarten unmittelbar an der Grande Rue oder in einem der Räume im Inneren sitzen, die mal als Bibliothek, dann wieder im Bistro-Stil eingerichtet sind. Immer wieder mit dabei sind Schwarzweiß-Fotos der Mitarbeiter_innen – ein überaus charmanter Zug der drei Besitzerbrüder, die ihre Leidenschaft für formidables Essen vom Vater geerbt haben. Auf einer Schieferplatte werden lokale Käse, Schinken und Würste serviert, dazu empfehlen sich lokale Weine wie Gewürztraminer oder Riesling. Für Dessertliebhaber, die gleich mehrere Speisen verkosten wollen, bieten Les Frères Marchand einen Spezialitätenteller mit einem kleinen Baba au Rhum, einer Mini-Crème Brûlée à la Bergamotte (überaus beliebt in Nancy!) und Profiteroles mit …

Worms und die Vielfalt von Open-Air-Events

[Werbung | Kooperation] Imposant ist bereits die Kulisse der Nibelungenfestspiele – sie finden unmittelbar am Dom zu Worms statt. Die 85.000 Einwohner-Stadt in Rheinhessen weiß ihre Themen zu setzen und Feste zu feiern. Siebzehn Tage im Juli und August standen erneut im Zeichen von Siegfried, Etzel, Gunther und Hagen, Kriemhild, Brunhild & Co., zum vierten Mal unter der Intendanz von Nico Hofmann. Auch dieses Jahr wagte er eine Uraufführung, denn nicht die bekannte Sage stand auf dem Programm, sondern vielmehr deren (mögliche) Fortsetzung: Siegfrieds Erben. Das Stück, das am Tag nach dem grausamen Gemetzel an Hunnenkönig Etzels Hof beginnt, wurde vom Autorenduo Feridun Zaimoglu und Günter Senkel geschrieben, Roger Vontobel führte Regie. Jürgen Prochnow stand im Alter von 77 Jahren erstmals auf einer Open-Air-Bühne und überzeugte als schwer gezeichneter Etzel. Das gut drei Stunden dauernde Stück bietet viele Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit den Themen Macht und Ohnmacht, Habgier und Rache. Etzel will den Tod seines jüngsten und letzten Sohnes rächen, Brunhild (dargestellt von Ursula Strauss) ist schwer gezeichnet vom Verrat Siegfrieds und der Vergewaltigung durch …

Leidenschaftlich, genussvoll und lebensfroh: Die Pfalz

[Werbung | Kooperation] Es gab vor ein paar Jahrzehnten mal einen Bundeskanzler, der seinen Gästen und Gastgebern aus und in aller Welt stets Pfälzer Saumagen dedizierte. Als gäbe es keine andere deutsche Spezialität, dachte ich mir damals, und: „Wer will denn schon den Magen einer Sau essen?“ Heute weiß ich: Man nimmt die befremdlich anmutende Innerei gar nicht zu sich – der Magen dient allein dazu, die Zutaten des Gerichts (Schweinefleisch, Brät, Kartoffeln und Gewürze) beim Garvorgang in seinem Inneren zu formen und fixieren. Anschließend wird die Masse in Scheiben geschnitten, meist leicht angebraten und schließlich mit Sauerkraut und Brot serviert. Nachdem ich diese Spezialität mittlerweile einige Mal genossen habe – an unterschiedlichen Orten und in verschiedener Zubereitungsart (im Original ebenso wie als Carpaccio) – kann ich meine kulinarischen Vorurteile von damals revidieren. Und sage (nicht nur deshalb) überzeugt: Warum entdecke ich die Pfalz denn eigentlich erst jetzt? So vieles, was man der Region nachsagt, ist wunderbar richtig: Die Landschaft erinnert an die Toskana, das Klima lässt wunderbare Weine gedeihen, ja sogar Feigenbäume tragen Früchte. …