Food, genuss, Wein
Hinterlasse einen Kommentar

Genießen wie Gott in Nancy

[Pressereise] Ein Lob auf die Franzosen und ihre Küchenkünste – sie beherrschen das Handwerk liebevoller und respektvoller Zubereitung von Lebensmitteln einfach aus dem Effeff!
So auch das Restaurant Les Frères Marchand in der Grande Rue – unmittelbar gegenüber des Palasts der Herzöge von Lothringen gelegen – ist aufgrund langjähriger und zahlreicher Auszeichnungen für seine fantastische Fromagerie weit über die Stadtgrenzen Nancys hinaus berühmt. Je nach Jahreszeit, persönlicher Vorliebe und Reservierungslage kann man im Gastgarten unmittelbar an der Grande Rue oder in einem der Räume im Inneren sitzen, die mal als Bibliothek, dann wieder im Bistro-Stil eingerichtet sind. Immer wieder mit dabei sind Schwarzweiß-Fotos der Mitarbeiter_innen – ein überaus charmanter Zug der drei Besitzerbrüder, die ihre Leidenschaft für formidables Essen vom Vater geerbt haben.

Herrlich in den warmen Monaten: Der Außenbereich des Restaurants Les Frères Marchand (© casowi)

Die Genuss-Bibliothek der Les Frères Marchand. (© casowi)

In jedem Raum hängen s/w-Porträts des Marchand-Teams. (© casowi)

Auf einer Schieferplatte werden lokale Käse, Schinken und Würste serviert, dazu empfehlen sich lokale Weine wie Gewürztraminer oder Riesling. Für Dessertliebhaber, die gleich mehrere Speisen verkosten wollen, bieten Les Frères Marchand einen Spezialitätenteller mit einem kleinen Baba au Rhum, einer Mini-Crème Brûlée à la Bergamotte (überaus beliebt in Nancy!) und Profiteroles mit Mirabelleneis an, dazu gibt es wahlweise Tee oder einen Espresso.

Die Platten mit regionalen Spezialitäten aus der Region gibt es in unterschiedlichen Größen. (© casowi)

Genuss pur: Der Dessert-Teller des Les Frères Marchand. (© casowi)

Wahrlich historische lothringische Küche lernt man in einem Restaurant in der rue Gustave Simon nahe der Place Stanislas kennen. Schon den Namen kann man sich auf der Zunge zergehen lassen: À la table du bon roi Stanilas – am Tisch des guten Königs Stanislas. Da schreitet man doch gefühlt gleich zu Tisch anstatt einfach hinzugehen.

Der Innenraum des „A la table du bon roi Stanislas“. (© casowi)

Barockes Essen genießen und dabei das Leben der Heute und Jetzt erleben – das gelingt auf der Terrasse des „guten Königs“ wunderbar. (© casowi)

Und so liest sich auch die Speisekarte: Gerichte aus einer anderen Zeit, konkret aus dem Barock. Wie das Kaninchen an Aprikosenvariationen oder auch das Dessert von der Artischoke mit Pistazien und Orangen-Confit. Das mag erst mal verstörend klingen, Zunge und Gaumen lassen sich aber im Löffelumdrehen von dieser außergewöhnlichen Kombination überzeugen. Einfach himmlisch! Vom „guten König“ aus sind es übrigens nur ein ein paar Schritte zum abendlichen Beleuchtungsspektakel auf der Place Stanislas, das man man sich als zweites und diesmal hüftgoldfreies Dessert nicht entgehen lassen sollte.

Die Speisekarte des À la table du bon roi Stanilas entführt den Gast in die Zeit des Barock. (© casowi)

Kaninchen an Aprikosenvariationen – einfach sensationell gut kombiniert. (© casowi)

Gegrilltes Lamm. (© casowi)

Ein Dessert mit Artischocken-Creme? Schwer vorstellbar, aber es mundet gar vorzüglich! (© casowi)

Aprikosenliebe am Blanc Manger. (© casowi)

Nie entgehen lassen sollte man sich die Markthalle einer französischen Stadt! Und so ist es auch in Nancy ein wahres Fest für die Augen, durch die Halle zu schlendern und frische Fische, Gemüse und Obst der Saison zu betrachten. Vor Ort gibt es auch kleine Restaurants, die zur Mittagszeit bestens besucht sind.

Artischockenparadies. (© casowi)

Lilafarbene Bohnen, leider nicht verkostet. (© casowi)

Mirabellenparadies (© casowi)

Aprikosenglück (© casowi)

Im Restaurant Les Pissenlits in der rue des Ponts genießt es sich in purem Art Nouveau-Ambiente: Jugendstil-Möbel, eine Art Deco-Glasdecke und zahlreiche namensgebende Löwenzahn-Blüten an den Wandkacheln. Auch hier kann man ganz nach Gusto aus verschiedenen Menüs wählen oder auch à la Carte genießen. Der frühere Sternekoch, Fischspezialist und Besitzer Jean-Luc Mengin kombiniert Traditionelles mit neuen Kreationen und legt dabei stets großen Wert auf regionale Zutaten der Saison. Seine Frau Danièle ist eine hochdekorierte Sommeliere und empfiehlt neben den großen Weinen Frankreichs vor allem auch die Erzeugnisse kleiner lokaler Winzer. Die überaus freundliche Familie betreibt neben dem Les Pissenlits auch eine Weinbar sowie zwei kleine Cottage-Hotels.

Auch im Les Pissenlits kann man draußen sitzen und genießen. (© casowi)

Jugendstil mit etwas Art Déco findet man im Gastraum des Les Pissenlits. (© casowi)

Löwenzahnblüten an den Wänden des Les Pissenlits. (© casowi)

Die Decke des Les Pissenlits. (© casowi)

Die Fischterrine des Les Pissenlits. (© casowi)

Foie Gras im Les Pissenlits. (© casowi)

Délicieux: Haubensuppe und Filetstreifen im Les Pissenlits. (© casowi)

… ein kleines bisschen Ziegenkäse als Zwischengang. (© casowi)

Dessertglück zum Abschluss im Les Pissenlits. (© casowi)

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Besuch in der Brasserie L’Excelsior in der rue Henri Poncaré? Für Zugreisende entweder zur Ankunft oder als abrundendes Genusserlebnis vor der Abfahrt, denn das wunderbare Jugendstil-Restaurant aus dem Jahre 1911 liegt nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt. Ein echtes Meisterstück der École de Nancy: Hohe Räume, großzügiges Ambiente, perfekt geschultes Servicepersonal – da verwundert es nicht weiter, dass mittags zahlreiche Geschäftsleute oder auch ältere Paare sich in aller Ruhe eindrucksvolle Meeresfrüchte-Kombinationen einverleiben. Die Auster gehört hier so selbstverständlich dazu wie der genüsslich schweifende Blick über das Interieur der Herrn Majorelle, Daum und Prouvé.

Hohe Decken im Art Nouveau-Dekor der Brasserie L’Excelsior. (© casowi)

Lachs mit Pommes Macaire im Mittagsmenü der Brasserie L’Excelsior. (© casowi)

In Nancy geht ein kleines Dessert immer: Hier ein Schokoladentörtchen mit flüssigem Kern und Himbeereis. (© casowi)

Nach so formidablem Essensgenuss ruht es sich trotz der zentralen Lage überaus ruhig und angenehm im Hotel de Guise in der rue de Guise. Als Gast fühlt man sich liebevoll umsorgt – vom vielseitigen Frühstück hin bis zur gekühlten Flasche Wasser bei der Rückkehr an heißen Sommerabenden.

Das Treppenhaus der Hotel de Guise. (© casowi)

Der Innenhof des Hotel de Guise, in dem man auch frühstücken kann. (© casowi)

Angenehm und groß: Doppelzimmer im Hotel de Guise. (© casowi)

Frühstück am Kamin im Hotel de Guise. (© casowi)



Ich bedanke mich bei Nancy Tourisme sehr herzlich für die Einladung zur individuellen Pressereise und bei Atout France für die Koordination. #topfrenchcities

 

 

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: Food, genuss, Wein
Getaggt mit: , , ,

von

fasziniert von Menschen und deren Geschichten, Reisen, Wein, Food, Musik, Sprachen und einigem mehr. Beruflich Business Coach, Konfliktmoderatorin und PR-Dozentin.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.