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Wenn Verstand, Wissen, Herz, Gewissen und Genuss zusammentreffen.

„Sinnvoll genießen“. Ein Thema, das mich inhaltlich schon lange Jahre begleitet – insbesondere bei Lebensmitteln und Wein. Gute Qualität beinhaltet für mich Wertschätzung für die Natur, ihr Angebot, dessen Veredelung und die Menschen, die das Produkt von seinem Urzustand bis hin zu mir begleiten. Meine frühere PR-Arbeit für Winzer und Lebensmittelhersteller lehrte mich das Wort und auch das Gefühl der Demut wieder. Wieder, weil es uns mitteleuropäischen Erfolgsstädtern leider ein wenig verloren ging. Ich bin überzeugter Bio-Lebensmittel-Käufer und empfinde die Bio-Schienen der Discounter als  Schmierenkomödie. Zu viele Details habe ich im Laufe der vergangenen 20 Jahre vernommen und erlebt, als dass ich urteilslos diese Me-too-Entwicklung akzeptieren könnte. Und so fühlte ich mich angesprochen, als hessnatur mit seinen Kooperationspartnern Sonnentor, Delinat und Naturhotel Mohren ein Langwochenende unter dem Motto „Sinnvoll genießen“ ausschrieb und bewarb mich. 4.000 weitere Bio-Öko-Nachhaltigkeitsinteressierte füllten die umfangreichen Unterlagen um die 15 Plätze ebenfalls aus – ein schöner Erfolg für die Initiatoren dieses Projekts der hessnatur-Insider. Am Palmwochenende reisten also Frauen und Männer aus drei Lebensjahrzehnten und drei Ländern (D-A-CH) ins beschauliche Deggenhausental nördlich des …

Der Mann, der die Flaschen umlegte. Und schließlich sich.

Ein Abend Rom. Eine kleine Osteria in der Nähe der Fontana di Trevi. Angeregte Mattigkeit nach einem Tag voller Eindrücke, Erhabenheit, Lärm, bunter Bilder unterschiedlichster Art. Verdura alla griglia. Danach ein Primo. Und dünne Grissini. I Torinesi. Ein Stück Lieblingsitalien im Mund. Am Tisch gegenüber sitzt ein Mann. Anfangsvierziger, wie es scheint. Ganz sympathisch. Vor sich eine Flasche Syrah (warum auch immer ausgerechnet Syrah im Latium), dazu Wasser. Im Ohr Musik – für die anderen Gäste glücklicherweise unhörbar. Gut gebeatet beendet er seine Antipasti, um sich dann durch ein Steak zu grooven. Als der Padrone ihn fragt, ob alles in Ordnung sei, lüpft er kurz den Kopfhörer, nickt und lächelt. Kurz darauf holt mich ein Rascheln aus meiner Antipasto-Versunkenheit. Der Blick nach oben verrät: Don Earplug erkannte offensichtlich meine Leidenschaft für Grissini und bietet mir aus der geöffnete Tüte seine an. Supernette Geste! Danke – grazie – thank you! Lächeln, lachen. Beidseitiges Blickesenken. Meiner streift dabei die Syrahflasche. Olala – der Pegel steht tief. Aspettando il Primo. Wandscreening. Raumscreening. Die Flasche Syrah ruht nun sanft. …

Love 2010. Wie wahr, Stockholm.

Der erste Blick in Arlanda fällt auf ein Riesenbanner mit dem Konterfei einer jungen Dame, an deren Geburtsfotos ich mich noch vage erinnern kann. Neben ihr ein bebrillter Schwiegermuttertraum. Darunter der Schriftzug „Love 2010. Stockholm“. Und eine Countdown-Uhr, die die Zahl „36“ verkündet. Stimmt! Das Sauberpaar der Nation wagt demnächst den tränenreichen Schritt vor den Altar. Und da sich Ereignisse wie diese trefflich vermarkten lassen, läßt sich Mannigfaltiges mit dem Konterfei des Brautpaares aufsaugen. Wir sind auch da, um unsere Liebe zu genießen und zu erweitern. Die Liebe zwischen dem Zauberwesen und mir.  Und die Einlösung des Weihnachtsversprechens. Nachweihnachtliche Frühlingsgefühle also mitten im Mai. In Stockholm erfreut man sich nämlich gerade der Narzissen-, Tulpen- und Kirschblüte. Kultur ist man gewohnt als Stockholmist – die Altstadt ist dort noch alt und unbeH&Mt und in der Enge der Gassen kommt ein Flair auf, das in der Tat ein wenig an Venedig erinnert. Auch wenn’s dann doch ganz anders ist. Rund um den imposanten Palast ist alles geboten, was mit Wachablösung mit Tschingdarassabumm und Stillstand zu tun hat – inklusive der Kirche, die die Fernseher …