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Postberlineske Gedanken.

Die re:publica 2013 ist vorbei, unzählige Reports, Rezensionen und Gedanken gab’s dazu, Sessions und Speaker wurden gelobt und zerrissen. Was wirkt bei mir nach? 
Wie immer sind es vor allem auch die persönlichen Begegnungen. Unvermutete Erst- und Wiederbegegnungen, das Sich-in-den-Arm-fallen mit Sehnsuchtsmenschen, die ich längere Zeit nicht traf. Diesmal auch die Momente der Herzenswärme, die mir halfen, nach Monaten der Zurückgezogenheit auch Menschenmassen wieder erträglich finden zu können. Die Erkenntnis, wirklich klar zu spüren, was wann gut tut und wann eben auch Grenzen erreicht oder überschritten wurden. Berlin per se. Trotz. Und auch wegen. Und natürlich einige Sessions. Weil sie amüsieren, weil sie berühren, weil sie aufwecken, weil sie anders sind. Dieses Jahr bleiben mir insbesondere das Quadratkotzen der Haeuslers, Mr. Spooky und Mr. Weltverbesserer in Erinnerung. Und @marthadears Zusammenfassung der Genese und Entwicklung von #Aufschrei. Natürlich habe ich viele Tweets unter dem Hashtag Aufschrei „damals“ gesehen, wahrgenommen oder gelesen. Als ich aber im Vortrag saß, veränderte sich meine Wahrnehmung und Betroffenheit noch mal deutlich. Plötzlich liefen zahlreiche innere Kurzfilme ab – wahrnehmbar bei vielen …

Präberlineske Gedanken. Und durchaus notwendige Taten.

Berlin ist in den letzten beiden Jahren zu einer großen Liebe geworden. Rituale wechseln sich ab mit Neuentdeckungen. Wege werden selbstverständlicher. Ab und an beschleicht mich fast ein kleines Heimatgefühl. Vermutlich ist dies einer meiner größeren Irrtümer – aber was soll’s: die hab ich mir schließlich auch redlich erworben. Nun also steht meine dritte re:publica an. Dieses Jahr gibt’s eine Fotostoryaktion von Pia und Doris und Klaus und klar: da mach ich mit. Start also mit drei Bildern der Vorbereitung heute: 1. Natur brauch ich noch mal vor den Tagen der Raumhockerei und des Asphaltstehens – so toll das auch sicher wieder werden wird. Frischgrün und knallazur, erste Blüher und Sonnenwärme sind nach diesem Grausamwinter fünffach so lebenselixierös wie sonst. 2. Technisch-untechnisches Koffertralala: wie immer alle Kabel dieser Welt, ein Extern-Akku für’s Mobile, Visitenkarten (die ich dann doch irgendwie nie verteile), die LeseSONNENbrille, Bonbons und Pünktchen für den Anton. 3. Last und wie immer ohne James: los Klamottos und las Klamottas – in diesem Jahr eben in Gedecktfarben, denn mir ist einfach immer noch nicht nach …

Six days in Berlin. Genial.

Ich mag die Stadt. Ich mag ihre prunkvollen Seiten, ihre abgeranzten Ecken und Kanten, ihre Originale, ihre Hackfressen, das Zuwanderwirrwarr, ihre Undurchschaubarkeit, ihre Wichtigkeit und ihre Scheißegal-Mentalität. Ich mag die Größe der gefühlten 523 Stadtteile, die Unberechenbarkeit der Straßenführung, die Kaputtgehwege und Edelanlagen, die Zufallskneipen und Bio-Läden. Berlin ist übrigens die einzige Stadt, in der die Anreise IMMER länger dauert als die Abreise. Warum auch immer. Nun also endlich mal nicht nur eine Dreitages-Stippvisite mit festem Programm. Diesmal also buntes Allerlei. Meine Berlin Sixdays. Gestartet mit einer wirklich einzigartigen Geburtstagsfeier, bei der der Gastgeber seine Gäste und sich mit einem Konzert beschenkte. Es wurden ausschließlich Eigenkompositionen gespielt, stilistisch und thematisch von hier nach da vom Eigenliebelied bis hin zum Grillmeister. Ja, genau zu dem Grillmeister. Happy Birthday, young chap! Und danke für einen unvergesslichen Abend, lieber Jonny! Dann der 1. Mai. Ein Strahletag von A bis Z. Ein Tag des Mich-Treiben-Lassens. Schlangestehen macht bei gutem Wetter auch mehr Spaß. Und für die Gerhard Richter-Ausstellung ist’s gut machbar. Mein Eindruck nach dem Besuch der Neuen Nationalgalerie: …