Berlin – wo sonst?
Über Kommunikation redet man dort, wo sie stattfinden muss. Berlin eignet sich da prächtig. Einer meiner Fix-Termine in jedem Herbst ist der Besuch des Kommunikationskongresses des Bundesverbandes der Pressesprecher. Jede Menge Vorträge – von redundant über gut bis hin zu spannend und beflügelnd. Endlich mal ein paar Tage Zeit, die eigene Arbeit außerhalb der Bürowände zu reflektieren, Erfahrungen mit Kollegen auszutauschen und neue Ansätze zu diskutieren. Und ganz wichtig und schön: der Austausch zu diesem und jenen mit Kollegen, von denen manche im Laufe der Jahre nicht nur zu engen Verbündeten und best buddies, sondern wirklich zu Freunden wurden. Mich amüsiert jedes Jahr die ausgeprägte Schlippsiness mancher Mit-Besucher – aber gut: manchmal muss sich die Seriosität der Arbeit eben auch in der Wahl des Edeltuches am Leib ausdrücken. Die Nerdness der re:publica-Besucher hingegen hielt sich in geringerem Ausmaß als erwartet. Überhaupt: die Erwartungshaltung. Ich hatte keine – eher ein gepflegtes bairisches „weard scho ebbas wearn“-Innehaltgefühl. Und so war es dann auch: es wurde einfach. Irgendwie gab’s viele Parallelen: die Falschzielgruppigkeit und Fehlbetitelung des per se …
