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Entschleunigung, Dein Name ist Mas Salagros

Ooooh dieses Hotel! Erst vor wenigen Monaten hat es eröffnet und so wird an der ein oder anderen Ecke auch noch ein bisschen gepflanzt und fertig gestellt. Seelenbalsam bietet es jedoch bereits jetzt, das Mas Salagros Ecoresort & Ancient Baths. Das 5-Sterne-Hotel liegt am Rande des Naturparks Seralada Litoral, etwa eine halbe Stunde vom quirligen Barcelona entfernt, am Ende einer unbefestigten Holperstraße, die mich gleich mal entschleunigt. Die Kurzanreise vom Flughafen Barcelona hat irgendwie eine besondere Note: Mit dem Mietwagen geht’s in einer halben Stunde vom modernen Chic-Shopping-Flughafen El Prat erstmal durch formhässliche Industriegebiet-Architektur (wenn man die überhaupt so nennen darf) entlang des Hafens nach Barcelona, wo das Herz beim Blick auf die Columbus-Statue gleich ein bisschen höher schlägt. Dann folgen ein paar Minuten des Grauens erlesen grässlicher Hochhauslandschaft namens Badalona — und nach dem Verlassen der Autobahn (die Maut ab Flughafen kostet sensationelle 0,37 Euro) liebkost zum Trost der Weinort Alella das Auge mit seinen Herrschaftshäusern und Weinkellereien. Nur noch ein paar Serpentinen mit ein bisschen Meerblickpracht  hinauf und wieder hinunter bis zum verschlafen wirkenden Straßendorf Vallromanes. An dessen Ende empfängt …

Begegnungen mit Masken. Ein „Eigentlich“ wandelt sich.

Eigentlich mag ich weder Masken noch bin ich generell Fan von Kostümierungen. Fasching ist nicht so mein Ding und Karneval schon gar nicht. Das feiere gerne, wer mag − ich suche in diesen Tagen lieber Ruhe oder genieße ungestörtes Arbeiten. Auch die heidnischen Bräuche der Tiroler Bergwelt haben mir während der Studienzeit in Innsbruck offen gestanden durchaus ein wenig mehr als Respekt eingeflößt − nur ungern lasse ich das Gefühl, im Dunklen bei Schnee und Eis auf dem Weg nach Götzens von den Perchten aufgehalten zu werden, Revue passieren. Auch im Trentiner Val di Fassa gibt es eine Begegnung mit dem Krampus, dem hier so haarigen Zottelmonster, das am 6. Dezember den Hl. Nikolaus und den Gaben tragenden Engel begleitet. Nix für zarte Kinderseelen. Nun stand ich also im Ladinischen Museum in Vigo di Fassa plötzlich in einem Saal voller hölzener Masken. Und war amüsiert und fasziniert. Es war, als würde ich Menschen begegnen, die ich längst von irgendwoher kenne. Zunächst waren da Papageno und Papagena (okay: Fabelwesen aus Mozarts Zauberflöte und keine Echt-Menschen). Als nächstes bemerkte ich den zahnluckerten Alten aus …

Der Berg groovt! Ein Konzert für die Seele.

Es gibt zwei Dinge, die bislang nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehörten: Frühes Aufstehen und Bergwandern. Und gibt es Herzensangelegenheiten wie Konzertbesuche, Reisen und Naturgenuss. Tja, und dann entdeckte ich vor Monaten bei Twitter das Ankündigungsvideo zu I Suoni delle Dolomiti, auch The Sounds of Dolomites oder ganz brav Klänge der Dolomiten genannt. Wow! Das wäre doch mal was. Tja − und nun stand ich plötzlich kurz nach drei Uhr morgens im Mehrlagenllook mit Funktionshose, Wanderstiefeln, Rucksack und Teleskopstöcken im Hotel Catinaccio Rosengarten in Moena auf dem Balkon meines Zimmers und dachte mir leicht gefrustet: „So ein Mist – es regnet!“ Am Vorabend hatte es ein prächtiges Gewitter gegeben − nun tropfte glücklicherweise nur ein Blumenkasten auf mich herab. Für alle, die nur die Kurzfassung erfahren wollen: genau so verlief der Tag weiter. Ich durfte mit vielen „Mag ich nicht – kann ich nicht – ist nix-für-mich“-Vorurteilen aufräumen. Was für ein Luxus, was für ein Tag, welche Farbenspiele und Augenfreuden! Um 5 Uhr nahmen wir gemeinsam mit den bestens gelaunten, im wahrsten Sinne taufrischen Musikern die Seilbahn von San Pellegrino hinauf auf Col …