Alle Beiträge, die unter Bio gespeichert wurden

Das spanische Bio-Schlaraffenland liegt in Katalonien

Bio-Lebensmittel sind nicht unbedingt die erste Assoziation, die man zu Spanien haben dürfte. Im Mas Salagros sind sie jedoch unabdingbarer Bestandteil des Gesamtkonzepts, denn schließlich ist das aktuell einzige spanische Mitglied der Bio Hotels-Familie ein Ecoresort aus Überzeugung. In den Vereinsstatuten von Bio Hotels ist folgendes verankert: „Grundsätzlich stammen die in einem Bio Hotel verwendeten Produkte aus zertifizierter, biologischer Landwirtschaft. Die Verarbeitung unterliegt der lückenlosen Bio-Kontrolle von der Erzeugung bis zum Verzehr. Regionale Produkte, insbesondere in Bioland-Qualität, werden bevorzugt. Die Speisen werden handwerklich und natürlich zubereitet, deshalb werden auch keine Mikrowellengeräte eingesetzt.  Alle Bio Hotels bieten darüber hinaus zumindest ein vegetarisches Menü.“ So ist es auch stimmig, dass die 2002 gegründete katalonische Bio-Supermarktkette Veritas als Projektpartner einen Laden im Hotel Maus Salagros betreibt, Granja genannt. Neben frischem und verarbeitetem Gemüse und Obst gibt es Milchprodukte, Süßwaren und Snacks ebenso wie Getränke oder Müsli-Mischungen. Vieles also, was das urlaubende Biofan-Herz erfreuen und insbesondere den kleinen Mittagshunger der Halbpensionsgäste stillen dürfte. Wer jedoch einfach mal nur genießen möchte, sollte Halb- oder sogar Vollpension wählen. Denn die Chefköchin versteht es, regionale Zutaten auch mal neu …

Entschleunigung, Dein Name ist Mas Salagros

Ooooh dieses Hotel! Erst vor wenigen Monaten hat es eröffnet und so wird an der ein oder anderen Ecke auch noch ein bisschen gepflanzt und fertig gestellt. Seelenbalsam bietet es jedoch bereits jetzt, das Mas Salagros Ecoresort & Ancient Baths. Das 5-Sterne-Hotel liegt am Rande des Naturparks Seralada Litoral, etwa eine halbe Stunde vom quirligen Barcelona entfernt, am Ende einer unbefestigten Holperstraße, die mich gleich mal entschleunigt. Die Kurzanreise vom Flughafen Barcelona hat irgendwie eine besondere Note: Mit dem Mietwagen geht’s in einer halben Stunde vom modernen Chic-Shopping-Flughafen El Prat erstmal durch formhässliche Industriegebiet-Architektur (wenn man die überhaupt so nennen darf) entlang des Hafens nach Barcelona, wo das Herz beim Blick auf die Columbus-Statue gleich ein bisschen höher schlägt. Dann folgen ein paar Minuten des Grauens erlesen grässlicher Hochhauslandschaft namens Badalona — und nach dem Verlassen der Autobahn (die Maut ab Flughafen kostet sensationelle 0,37 Euro) liebkost zum Trost der Weinort Alella das Auge mit seinen Herrschaftshäusern und Weinkellereien. Nur noch ein paar Serpentinen mit ein bisschen Meerblickpracht  hinauf und wieder hinunter bis zum verschlafen wirkenden Straßendorf Vallromanes. An dessen Ende empfängt …

Wo galoppiert mein Mammut hin? Anders essen als bisher.

Im vergangenen Sommer las ich vermehrt über die sogenannte Steinzeit-Ernährung und deren mögliche oder auch offensichtliche Wirkungen. Andreas Naurath, den ich vom Sehen auf der re:publica kannte, bloggte über seine persönlichen Erfahrungen und Felix Olschewksi veröffentlicht auf Urgeschmack informative Videos und zeigefingerfreie Posts zu den unterschiedlichsten Fragen. Als mich im Juli ein Filmmusik-Symposium nach Berlin führte und ich auf der Frühstückskarte von Spreegold einige Paleo-Gerichte entdeckte und auch als wohlschmeckend empfand, war meine Neugierde endgültig putzmunter und ich beschloss den kulinarischen Perspektivwechsel. Und so strich ich ab August testhalber Getreide- und Milchprodukte, Hülsenfrüchte und vor allem Zucker von meinem Speiseplan. Einerseits sah ich darin die Chance, mich endlich mal von all dem Süßkram zu befreien, der mich seit Jahrzehnten in Phasen des Wohl- als auch Unwohlbefindens viel zu eng begleitet und immer wieder Anlass für die Veränderung des Bundweiten bot. Dieses Zu- und Abnehmen hatte und habe ich einfach rundum satt. Ich bin schließlich nicht der Mond und möchte diesen Teufelskreis gerne durchbrechen. Den zweiten Grund lieferte mir mein Arzt, der mit Besorgnis meine seit gut drei Jahrzehnten erhöhten Entzündungsparameter …