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Die 12 Schritte der Aloe vera-Ernte

Wer auf den kanarischen Inseln urlaubt, kommt spätestens bei der Rückreise mit den ubiquitären Aloe vera-Pflanzen in Berührung − zumindest in Lanzarote  werden sie mittlerweile am Flughafen in Mini-Töpfen oder Transportkartons als Souvenir verkauft. Ich bin bislang nicht wirklich auf den Gedanken gekommen, ein Exemplar mit nach Hause zu nehmen, lernte aber bei einer Führung über die Bio-Finca, auf der ich wohnte, neben außergewöhnlichen Bewässerungsmethoden und wiederentdeckten medizinischen Heilpflanzen auch, wie man das Aloe-Elixier gewinnen kann. Es wird aufgrund seiner hohen Nährstoffdichte sehr geschätzt − aus dem Fruchtfleisch werden Gels, Salben, Cremes, Säfte, Shampoos und vieles mehr in unterschiedlichen Konzentrationsgraden gefertigt. Abgesehen davon, dass es sich von selbst verbietet, an fremder Leute Aloe-Pflanzen ohne Rückfrage Hand anzulegen, gibt es folgende Punkte zu beachten: 1. Die Pflanze sollte vor der Ernte gut zwei Monate nicht mehr bewässert werden. Somit kann sich der wertvolle Saft in den Blättern konzentrieren und wird nicht verwässert. 2. Es dürfen maximal drei Blätter pro Pflanze geerntet werden dann tritt sie wieder in eine mehrmonatige Ruhephase ein. 3. Während der Blütezeit sollte nicht geerntet werden. 4. Verwendet immer die untersten Blätter − sie …

Barcelona schmeckt. Molt bé!

Irgendwann ist’s bei mir Usus geworden, Reisen mit einer Abschieds-Brezn nebst zugehörigem Foto am Flughafen einzuleiten. Als ich in Hamburg lebte, wurde ich mir dieser wohl einzigen wirklichen kulinarischen Liebesbeziehung klar. Denn woran auch immer mein Gaumen sich woanders erfreut – eine Brezn beinhaltet einfach Heimat und Geborgenheit für mich. Umso überraschter war ich, als wir in Barcelona bereits in den ersten Stunden eine ganze Auslage voller Brezeln erblickten. Eine Bäckerei namens Pretiola hat dort eröffnet und bietet ein umfangreiches Sortiment an Brezeln (auch belegte zahlreiche Modelle), die zumindest so aussehen, als könnten sie schmecken (wir haben auf den Test verzichtet, weil wir einfach zu sehr nach den Lokalhelden gierten). Auf alle Fälle ist’s eine tolle und mutige Geschäftsidee – klasse! Mein Slow-Food-Herz schlug dann richtig hoch, als ich wahrnahm, dass es im Gotischen Viertel und El Ravel immer noch hübsche alte Patisserien oder auch Bombonerias gibt. Allein die Auslagen sind ein Genuss: Holzleisten, Porzellantabletts für die Ware, Gläser voller handgefertigter Bonbons in unzähligen Geschmacksrichtungen. Himmlisch betuliche Verkäuferinnen, geduldig anstehende Kunden. Unmengen an Varianten von Meringuen. Daneben Bio-Schokolade in …

Just another week without food. Public Fasting 2.

2013/10: Sonntag. Tag mit aufregendem Besuch. Strahletag. Alle plaudern, lachen, essen, genießen. Ich plaudere, lache und genieße mit. Und trinke beim Mittagessen meinen Gula Java Matcha-Drink. Zum Kuchen dann wieder Fastentee. Der mir allmählich gelinde gesagt schon ein wenig zum Hals heraus hängt. Das Wasser aromatisiere ich in der Zwischenzeit einfach mit einer geteilten Erdbeere – das ist besser und gaumenschmeichelnder als die rasch geschmackentleerte Himbeere. Abends habe ich erstmals richtig Hunger. Nicht nur Appetit oder Gelüste – echten Hunger. Und soviel Wasser ich meinem Magen auch anbiete: er hat auf „Give me Food!!!“ umgeschaltet. Mal sehen, wer beim Aufwachen obsiegt haben wird: der vorlaute Magen oder das wunderbare Wohlgefühl, das mir sonst in diesen Tagen innewohnt. 2013/11: Ein ganz anderer Tag. Hektik in the morning: ich muss kochen für die Zauberkinder und krankheitsbedingt den Omama-Part des Montags übernehmen. Paketabholung, Bankgedöns, Einkäufe, Kindertaxi, Umzugsgedöns, Krankenversorgung, Gartenbewässerung, Papiertonne ante portam, Kirschenentkernung und und und. Also einfach platt, aber zufrieden um 23 Uhr. Nur: zuwenig getrunken. 2013/12: Ich fühl mich gut, kraftvoll, leicht, beschwingt, sommerlich – einfach wohl. …