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Jenseits von TK-Pizza und Tütenpüree: The Fab Teen-Chefs!

Eingeladen. Am 9.1.2010. Bei bewährtesten Freunden. Also wohl wissend, was einen erwartet: einfach ein wunderschöner Abend. Mit köstlichem Essen und einer Gastfreundschaft, die jedesmal aufs Neue Maßstäbe setzt. Und mit Gesprächen, die oft unmittelbar ins Zentrum des Wesentlichen gehen. Ein Abend also zum sich Fallenlassen können und dennoch dran wachsen. Der Tisch wie immer festlich gedeckt. Immerhin ist noch Jahresbeginn. Und die Einladung wurde an Weihnachten ausgesprochen. Mit Tischordnung. Alles also fast wie immer in diesem Hause. Nur: die Eltern waren nicht da. Die Einladung hatten nämlich die Kinder ausgesprochen: C, F und L. 16, 15 und 13. An uns: ihre Paten und das Münchner Großelternpaar. Ein Abend, der einfach hinreißend geplant und umgesetzt wurde von den „Fab Teen-Chefs“! Mit Menükarten. Die Ziegenkäse-Tarteletts gab’s zum Apertif in der Küche. Mit Thymian und ein bisschen Honig. Patentantenglück pur. Salat à la L. – mit Granatapfel, Birne und Walnuss: Tom Ka-Suppe. Außer der Kokosmilch kam da nix aus der Dose. Die perfekte Mischung aus Schärfe, Frische und Kokoszungengefühl. Schweinefilet mit Petersilienwurzel-Kartoffelpüree und Chutney. Mit Garometer auf den …

Erinnerung. Oder: Als Weihnachten anders wurde.

30 Jahre ist das her. 30 Jahre. Es tut immer noch weh. Ich glaube, es wird immer weh tun. Du warst doch irgendwie mein großer Bruder. Und ein bisschen mehr. Und dann hatte diese Frau eine kleine Katze für ihre Kinder zu Weihnachten geholt. Nicht angeleint, nicht im Körbchen. Die Katze tat, was sie tun musste – sie bekam Panik und sprang im Auto rum. Die Frau wollte sie fangen und verriss das Steuer. Deine Ente hatte keine Nackenstützen. Du warst sofort tot. Du bist trotzdem noch da. Du bleibst auch. Aber es tut noch weh. Auch nach 30 Jahren noch. Du fehlst. Auch die nächsten 30 Jahre.

Weihnachten mit der Abrissbirne

Eine Einladung zum „Ornament Exchange“. Ladies only. Ok – man versteht den Grund. Jede Gästin bringt einen Weihnachtsbaum-Schmuck mit. Selbst gemacht oder selbst gekauft (die von mir bevorzugte Variante – sonst wäre es wohl eher ein Wehnachtsschmuck geworden…). Ich trenne mich also von „Mary with the Child“ in der Superkitschvariante, vor 3 Jahren nahe Cleveland mit genau der heute einladenden Freundin gekauft. Damals lebte sie dort in Ohio – heute sind sie und ihre Familie wieder back to Bavaria. Hat ja alles was. Und Kitschy Mary hat also auch very lovely memories neben viel Glitter am Gewande.Aber der Abend war die Trennung wert. Das Prinzip des „Ornament Exchange“: man zieht ne Nummer. Nr. 1 darf dann ein Päckchen wählen, auspacken und sich freuen (oder seine schauspielerischen Talente unter Beweis stellen).  Nr. 2 wählt entweder ein weiteres Päckchen und verhält sich wie Nr. 1 – oder klaut der Nr. 1 ihren Weihnachtsschmuck. Und so wird gepokerfaced, gegagad, geklaut und taktiert. Frauen beherrschen das. Somehow. Ne Meise mit Pailetten im Pappmachéherz. Eine selbstverfeinerte Glasgedöns-Kreation der schwer verstaubaren …