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A scheena Dog. Dahoam in Bayern.

Hirgscht is woarn. Bunt wearn de Bamm, de Blattl vafärm si vo Ockagäib iaba Blaatlbraun bis diaf nei ins Bluadrot.
Da Himmi krachad blau – durchbrochn nur von a poor kloane Woikn.
D’Fäida san scho laar, d’Wiasn no saftig grea.
A Dog wia gmacht fia a Fahrt auf Birkastoa.

Erntedank is heit gwen.
Und zwanzg Johr deitsche Einheit.
Aa a Grund, inne z’hoitn und amoi dank schee zum sagn.
Und drum z’bittn, dass aa so bleibt wia dass is: friedli.
Freili – oiwei fäit se ebbas.
Ganz guad is nia. Und weard’s a nia sein.
Aba s’lafft scho ois ganz guad fia uns.
Kannt schlechta sein.

Z’Birkastoa is friedli.
Schee staad.
A bissal arg iabaladn – aba gheart des ned aa zu Bayern?
A bissal mehra is oiwei ois wia im nüchtan Norden.
Is hoid amoi a so – und i mog’s scho aa.

Oiso hamma dankschee g’sagt und a paar Bittn hob i scho aa zum Aißern g’habt.

Nachad samma glaffn.
In da Sunn oda durchn Woid, wo’s scho recht koid is.
Vorbei an Kia, de so schee scheppan mit eahnane Glockn.
Hi zu am Bankal, des in da Sunn gstandn is – mittn auf da Wiesn, neba dro a paar Herbstzeitlose.

Danach a Mords Trumm Kuacha im Winklstüberl.
Des g’heart schoo aa dazua zu am Ausflug auf Birkastoa.
Wia aa d’Wepsn, wo umman Kuacha umanand fliagn.
Weil’s Hirgscht is in Bayern.
Schee.
So vui schee.
Und i woaß, i bin dahoam.

Immer feste druff! Medien und Deutschlands Jugend.

Ja, tragisch. Erschütternd.
Die Meldungen, die immer wieder kommen.
Zu Jugendlichen, die – im Suff oder auch „einfach mal so“, aus niederen Beweggründen – aggressiv werden. Die Jüngere, Gleichaltrige, Erwachsene oder gar Greise verprügeln. Sie misshandeln, treten, sogar töten. Es ist richtig und wichtig, die Ursachen dieser Entwicklung zu hinterfragen, von mehreren Seiten zu beleuchten, nach Wegen zu suchen, die diese Gewalt verhindern könnten.

Aber warum beschränken sich die Medien nur darauf?
Wo bleibt die Berichterstattung zur anderen Medaillenseite der „Jugend von heute“?
Warum gibt’s so wenig Interesse an den Kindern und Jugendlichen, die vielen Erwachsenen Vorbild sein sollten? Vorbild, weil sie sich in jungen Jahren einsetzen und sozial engagieren: für andere Kinder, für Alte, für Arme, hier vor ihrer Haustüre oder in fernen Ländern, in denen Not und Armut ganz andere Zwischentöne und Stufen kennen als in Deutschland.

Kinder, die einmal wöchentlich auf dem Pausenhof an ihre Mitschüler Hot Dogs, Brezeln und andere Pausensnacks verkaufen wie die Buddy Bears aus Berlin, die mit dem eingenommenen Geld ein Schulprojekt in Lagos, Nigeria, sowie die Berliner Suppenküche unterstützen.
Jugendliche wie die Teenager von der Stiftung Courage aus Münster, die ganz klar formulieren: „Wir wollen Kinder fördern und unterstützen, die schlechtere Bildungschancen haben als wir“.  Deshalb übernehmen sie Patenschaften, die neben Nachhilfe und Hausaufgabenbeistand auch gemeinsame Freizeitaktivitäten beinhalten. Sie finanzieren mit den Geldern ihrer Stiftung (die vom Abi-Jahrgang 2006 gegründet wurde), Bücher, Kurse, Eintrittskosten zu kulturellen Veranstaltungen bis hin zu Klassenfahrten und Austauschprogrammen. All das tun sie in ihrer Freizeit. Mit vollem Einsatz. Und geringen Mitteln.
Warum? Weil sie versuchen, ihren „eigenen ergänzenden Beitrag zur Bildung von Schülern und jungen Menschen zu leisten.“ So die Schülerstiftung Courage in ihrem Folder. Auch der entstammt ihrem eigenen Wollen, Können und Handeln. Und die mediale Präsenz beschränkt sich auf die Lokalausgabe der Tageszeitung ihrer Heimatstadt Münster. Das betrübt – nicht, weil sie selbst ins Rampenlicht treten wollen. Da wären sie mit nem Casting bei einer TV-Show sicherlich schneller am Ziel. Einmal schräg singen und Du hast Primetime-Präsenz. Sie erhoffen sich erhöhte Aufmerksamkeit für die Inhalte des Projekts. Wollen weitere Förderer gewinnen, um mehr Kindern helfen zu können. Sie möchten Gleichaltrige in anderen Städten darauf aufmerksam machen, dass es sich lohnt, sich zu engagieren.

Am 16. September wurden in Berlin nun acht der Gruppen, die sich in Deutschland bereits in den Kindheits- und Jugendjahren sozial engagieren, gewürdigt und ausgezeichnet – bei der Preisverleihung von JUGEND HILFT!

Wieviele Journalisten interessierte das? Leider war es nur eine Handvoll, die sich auch nur unverbindlich anmeldete und dann leider zum Großteil nicht an der Veranstaltung teilnahm. Obwohl JUGEND HILFT! wahrlich nun keine Wald- und Wiesenorganisation ist – nein, es ist vielmehr eines der Projekte von Children for a better World e.V. – einer Kinderhilfsorganisation, die 1994 von 31 engagierten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kunst und Medien (allen voran Dr. Florian Langenscheidt) gegründet wurde und deren Motto „Mit Kindern. Für Kinder!“ lautet.

Arme deutsche Medienlandschaft.
Könnt Ihr , müsst Ihr, wollt Ihr wirklich immer nur mit Sensationen der grässlichen Art bei Euren Lesern und Anzeigenkunden punkten?

Ich habe auf der Preisverleihung eines der Courage-Mädchen gefragt, was ihr immer wieder Antrieb sei, ihre Freizeit (und seit G8 ist diese ja nun auch nicht mehr allzu reichlich bemesssen) zugunsten Dritter einzusetzen. Die Antwort: „Wenn ein jüngeres Geschwisterchen eines Kindes, dem wir bereits helfen, zu uns kommt und darum bittet, ebenfalls von uns unterstützt zu werden – das ist schon ein toller Moment.“ Das sind Aussagen, die mir für einen Moment den Atem nehmen.
Wäre es nicht auch mal ein gesellschaftlich relevantes Thema,  darzustellen, wie sich der Nachwuchs, ja bis zu einem gewissen Grade vielleicht sogar die Zukunft Deutschlands sich um das Gezeter eines selbstdarstellenden auflagen-pushenden Ex-Bankenvorstandes einfach einen feuchten Kehricht schert und vielmehr selbst dort anpackt, wo es was zu tun gibt?

Mir würden auf Anhieb ein paar Titel einfallen, denen eine kleine Serie mit Vorstellung einzelner Projekte gut zu Gesicht stünde.
Als Kontrast zu den Horrorgeschichten, die es natürlich auch gibt und leider weiter geben wird.
Aber eben nicht nur…

Hoppe hoppe Prinzipienreiter. Wenn Du fällst…

Man macht das nicht.
Das auch nicht.
Das schon gar nicht.
Ich? Nie!
Schon aus Prinzip nicht.

So gelernt.
So verinnerlicht.
So gelebt.
So überzeugt.
So lange.

Und dann kommt sie, die Nie-im-Leben-Situation.
Du hältst fest an dem, was Du richtig nennst.
Wirst mehr und mehr zur Gefangenen Deiner Überzeugung.
Verhedderst Dich in den Fäden dieses Grundsatz-Netzes.
Sie schlingen sich um Deinen Hals, Deine Seele, Dein Herz.
Sie ranken sich um Deine Zehen, Füße und schließlich Beine.
Ziehen ihr Gespinst immer dichter.
Bis Du spürst, wie sie Deine Schritte schwerer werden lassen.
Bis Du spürst, dass sie Dir den Atem nehmen.
Bis Du spürst, dass Dich die Tränen Deiner inneren Stimme würgen.

Ergibst Du Dich?
Oder erwägst Du das nicht mal?
Schon aus Bestemm nicht. Oder?
Wagst Du den Schritt? Den Sprung?
Was würde der Absprung aus dem Dich rasend machenden Galopp des Prinzipiengauls nur bringen?
Kleine oder große Blessuren?
Bricht es Dir das Genick?
Oder das Herz?

Schließlich hast Du es gelernt: Wenn Du fällst, dann schreist Du!

Schrei!
Schrei laut!
Aus tiefster Seele.
Mit aller Inbrunst.
Und spring!
Spring ab vom fatalen Rücken des sich vergaloppierenden Gauls, der Dich starrer lenkt als Du ihn je führen könntest.

Mir öffnete der Sprung das Herz.
Eröffnete Neues. Ungeahntes. Manchmal Unwirkliches.
Neuen Genuss. Tränen anderer Qualität.
Neue Kraft.
Neues Erleben.
Meine große kleine weitere Welt.

Zum Freudenschreien schön!