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Alles eine Frage des Blickwinkels. Richtig.

Ich gebe es offen zu: Ich bin kein Bergaufläufer. Ist sicher auch eine Konditionssache, aber per se: es ist einfach nicht meines, Hügel oder Berge zu besteigen. Ich laufe gerne, durch Landschaften und durch Städte. Zum Genuss und um diese zu erkunden. Nur dieses „hinauf“ überlasse ich gerne anderen Menschen. Nun waren wir jüngst in Barcelona. Und wir sind viel gelaufen. Sehr viel. Und dann war da dieser Abend. Und er wollte nun also unbedingt an diesem Abend noch prüfen, ob die Seilbahn fährt. Sicherlich war das auch der perfekte Zeitpunkt, denn nach Regentagen zeigte sich nun endlich das, was man auch von Barcelona erwarten würde: Sonne. Nennen wir es eher „vereinzelte Sonnenstrahlen“. Jedenfalls war es eine traumhafte Stimmung. Und so machten wir uns auf, um die Seilbahn zu finden. Nun haben ja Seilbahnen eine Voraussetzung. Und die heißt: Berg. Und: Tal. Taliger als auf Meereshöhe kann man kaum sein. Schön, dachte ich mir: dann wird nun nahe der entsprechenden U-Bahnstation auch die Talstation liegen. Weit gefehlt: eine Zahnradbahn führt nun also erst den Berg hinauf. Und von dort …

Brötchen? Semmeln?

Wie auch immer man nun welche Kleinbackwaren wo auch immer bezeichnet, ist schlicht und ergreifend regionenspezifisch. Nichts spricht dagegen, nichts wirklich dafür – es ist nun einfach so. Und doch geben Semmeln und Brötchen immer wieder Anlass, sich gewaltig zu mokieren. Ich bin nahe München geboren, mit Semmeln (und vor allem Brezn) aufgewachsen und hatte in meiner Kindheit und Jugend ein weiteres Standbein in Norditalien. Vielleicht lag’s ja an der frühcasowischen Erfahrung mit Panini und Rosette, dass ich nie etwas dabei fand, mich sprachlich (und kulinarisch) meiner regionalen Umgebung anzupassen. Als ich jedenfalls in Innsbruck studierte, kaufte ich ganz nach Gusto und Budget Hand- oder Maschinensemmeln und belegte sie mit zwei dag (gesprochen: deka) Extrawurst. Denn so nennen die Tiroler 20g Fleischwurst. Mir brach kein Zacken aus der Krone, mich  ihrer Diktion anzupassen. Warum auch – ich fand ja dort mein neues Zuhause. Also gab’s auch Paradeiser statt Tomaten, Karfiol statt Blumenkohl, Vogerl- statt Feldsalat, Schlagobers statt Schlagrahm alias Süßer Sahne und im Frühherbst Marillenknödel, die anderswo Aprikosenklöße oder -knödel genannt werden würden. Das tat gar nicht …

Jahresschluss.

Viel viel viel ist passiert in diesem Jahr. Es war wieder ein sehr forderndes – nur diesmal eben anders. Für mich war es ein stilles, leises, zurückgezogenes, veränderndes, berührendes Jahr wie nie eines zuvor. Ich bedanke mich bei den Menschen, die mich angenommen haben, wie ich in diesem Jahr war. Bei denen, die da waren, wenn ich etwas ändern wollte und die mich bei diesen Schritten begleitet und ermutigt haben. Und bei denen, die meine Zurückgezogenheit ertragen konnten – und vielleicht ja sogar verstehen. Ich danke meinen Tränen, denn sie helfen dem Schmerz, sich zu lösen. Und ich danke meinem Lächeln und Lachen, dass auch sie ihren Platz wieder einnehmen. In den Jahresletzttagen zeigen sich Ruhe und Klarheit. Und breiten ihre Arme aus… Möge 2014 ein gutes und glückliches Jahr für Dich/Euch/Sie werden!