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Weniger geht auch. Gut sogar.

40 Tage Fastenzeit gehen allmählich zu Ende. 40 Tage Versuchsballon für mich selbst. Kein Zwang, kein Auftrag, nur innerliches Bedürfnis gepaart mit der mir innewohnenden Neugier auf Eigenentdeckung. Kein Fleisch. Keine Schwierigkeit. Auch wenn Worte wie „Schweinebraten“ oder auch „Weißwürscht“ durchaus klar machten, dass der dauerhafte Verzicht auf Fleisch aktuell nichts für mich wäre. Kein Alkohol. Gar kein Problem. Dann eben mal kein Wein. Wobei mir wieder einmal unangenehm auffiel, dass die Prowein und auch die Vinitaly in die Fastenzeit fallen – wie jedes Jahr. Auf sicherlich nachvollziehbaren Gründen. Dennoch war mir dieses Jahr der Verzicht auf alle Fälle wichtiger als der Besuch dieser Messen. Kein Süßkram. Klappte erstaunlich gut und leicht.  Zu Beginn überspielte ich Süßgelüste noch mit zugekniffenen Augen und Cashewkern- und Cranberry-Genuss. Irgendwann war auch das nicht mehr nötig. Wobei… das Rom-Wochenende. Nun ja, bei Giolitti musste es doch ein Eis sein. Ich gehe einfach davon aus, dass Sünden dieser Art erstens verständlich sind und zudem ein in unmittelbarer Nähe befindlicher Papst bairischen Ursprungs solche Fehltritte sowieso umgehend annulliert. Aus Verständnis. Und ich …

Reingefallen. Von der Chance, zum Case zu werden.

Willkommen in der Fremdlink-Wüste des Tages. Botland genannt – oder so ähnlich. Wer nun ein „G*rl“ erwartet, den muss ich enttäuschen. Ab 40 dürfte man diese Zeiteinheit dann wirklich mal überschritten haben. „Foirig“ – nun ja: zu übersehen war meine Haarfarbe nie. Aber die war wohl auch nicht wirklich gemeint. Teil 3 des hinterlistigen Links erübrigt sich auch – uns hat wohl ein Bot zusammengeführt. Überaus unfreiwillig. Für mich ist’s wohl meine ganz spezielle, weil ein wenig homemade Social Media-Erfahrung. Wieder mal war ein externer und unbekannter Besucher auf meinem X!ng-Profil – seit einigen Monaten ist das schon fast zur Normalität geworden. Diesmal war’s jedoch eine Suchanfrage, die von einer Website kam, die die drei besagten Worten enthielt. Und mein (zu) fixer Gedanke lautete: „willst Du mich foppen, so irrste Dich – ich thematisiere den Schmarrn jetzt bei Twitter“. Gedacht – getweetet – vergessen. Stunden später habe ich dann einen Blogpost verfasst. Der erste in Mundart, weil’s ein so herrlich bairischer Tag war, der – oh Klischee – auch noch den Besuch einer dekorativ recht überladenen Wallfahrtskirche beinhaltete. …

Gründe für eine Rückkehr. Weil es sie gibt.

Das @casowi-Twabbatical ist beendet. Statt 140 Tagen waren es gerade mal 10. Immerhin mehr als 140 Stunden. Viele Momente gab’s, in denen ich glücklich war, die Entscheidung für eine Twitter-Pause getroffen zu haben. Und ebenso viele, in denen ich unter der selbst gewählten Abstinenz litt. Mal mehr, mal weniger. Mal rational basiert und dann wieder schrecklich emotional gestützt. Kleine 2 sec-Momentini und auch mal minutenlange Momentoni. Diese vor allem, wenn ich erklären musste, warum ich denn nun … und mir so die Absurdität des selbst auferlegten Schweigegelübdes vor Augen führten.  Als Klosterschülerin wurde ich doch auch nicht zur Nonne! Und schließlich gibt es zwischen „zu viel“ und „gar nicht“ doch noch ca. 32.538 kleine Abstufungsmöglichkeiten… Richtig schmerzhaft waren meine kleinen italienischen Gedanken zwischendurch – die durften ja definitiv keine Verwendung im Business-Account finden. Überhaupt – das war ne kleine Crux, die ich nullkommagarnicht in Erwägung gezogen hatte: Mein beruflich bedingter Pressesprecher-Twitter-Account wird als solcher wahrgenommen. Als solcher und als kein anderer. Prima. Aber so wunderten sich gestern bei der #motpa doch einige, warum sich denn ein vermeintlich so traditionelles Unternehmen …