Alle Beiträge, die unter Kommunikation gespeichert wurden

Begegnungen mit Masken. Ein „Eigentlich“ wandelt sich.

Eigentlich mag ich weder Masken noch bin ich generell Fan von Kostümierungen. Fasching ist nicht so mein Ding und Karneval schon gar nicht. Das feiere gerne, wer mag − ich suche in diesen Tagen lieber Ruhe oder genieße ungestörtes Arbeiten. Auch die heidnischen Bräuche der Tiroler Bergwelt haben mir während der Studienzeit in Innsbruck offen gestanden durchaus ein wenig mehr als Respekt eingeflößt − nur ungern lasse ich das Gefühl, im Dunklen bei Schnee und Eis auf dem Weg nach Götzens von den Perchten aufgehalten zu werden, Revue passieren. Auch im Trentiner Val di Fassa gibt es eine Begegnung mit dem Krampus, dem hier so haarigen Zottelmonster, das am 6. Dezember den Hl. Nikolaus und den Gaben tragenden Engel begleitet. Nix für zarte Kinderseelen. Nun stand ich also im Ladinischen Museum in Vigo di Fassa plötzlich in einem Saal voller hölzener Masken. Und war amüsiert und fasziniert. Es war, als würde ich Menschen begegnen, die ich längst von irgendwoher kenne. Zunächst waren da Papageno und Papagena (okay: Fabelwesen aus Mozarts Zauberflöte und keine Echt-Menschen). Als nächstes bemerkte ich den zahnluckerten Alten aus …

10 kleine Reisen für zwischendurch

Ich reise gerne. Am liebsten sogar jeden Tag. Denn auch der kleinste Ausflug in eine andere Ebene bringt mir Entspannung, neue Frische und einen erweiterten Blick auf das Tagesgeschehen. Und so begebe ich mich an leicht erreichbare Erfrischungsorte, von denen ich hier einige vorstellen möchte. 1. Gerhard Richter bietet auf seiner Homepage immer wieder neue Kurzvideos zu einigen seiner Werke an. Ich genieße diese kleinen Spaziergänge zu Betty und Co. 2. Itzhak Perlman ist nicht nur einer der brillantesten Violinisten unserer Zeit, er verfügt auch über einen hinreißenden Humor. Ab und an entlockt er seinem Küchenmixer bislang ungeahnte Melodien und erfreut mein Herz damit sehr sehr sehr. 3. Wellenschlag und Möwengeschrei − das bietet DoNothingFor2Minutes. Lautsprecher an, Augen zu, zurücklehnen und wahrnehmen, wie sich der Salzgehalt der Luft verändert. 4. Ist die Laune mal durch einen Blödian im A… und der Tag scheinbar völlig versaut, dann hilft mir kurzes Hineinlesen in ein wahrhaft großes Werk… Und schon geht’s beschwingt weiter mit dem Alltag. 5. Einfach mal nachschauen, wer wohin unterwegs ist? Oder prüfen, ob Flug XY schon gelandet ist? …

Alles eine Frage des Blickwinkels. Richtig.

Ich gebe es offen zu: Ich bin kein Bergaufläufer. Ist sicher auch eine Konditionssache, aber per se: es ist einfach nicht meines, Hügel oder Berge zu besteigen. Ich laufe gerne, durch Landschaften und durch Städte. Zum Genuss und um diese zu erkunden. Nur dieses „hinauf“ überlasse ich gerne anderen Menschen. Nun waren wir jüngst in Barcelona. Und wir sind viel gelaufen. Sehr viel. Und dann war da dieser Abend. Und er wollte nun also unbedingt an diesem Abend noch prüfen, ob die Seilbahn fährt. Sicherlich war das auch der perfekte Zeitpunkt, denn nach Regentagen zeigte sich nun endlich das, was man auch von Barcelona erwarten würde: Sonne. Nennen wir es eher „vereinzelte Sonnenstrahlen“. Jedenfalls war es eine traumhafte Stimmung. Und so machten wir uns auf, um die Seilbahn zu finden. Nun haben ja Seilbahnen eine Voraussetzung. Und die heißt: Berg. Und: Tal. Taliger als auf Meereshöhe kann man kaum sein. Schön, dachte ich mir: dann wird nun nahe der entsprechenden U-Bahnstation auch die Talstation liegen. Weit gefehlt: eine Zahnradbahn führt nun also erst den Berg hinauf. Und von dort …