Ein Junitag in Paponien. Mehr wäre zuviel.
Augenfreuden. Wärmeprickeln – auf der Haut und in der Seele. Dankbarkeit für die Konstanz der Juni-Rückkehr. Ruhe. Einfach nur tiefe und erfrischende Ruhe. Ein Sonntag im Juni eben. Genau hier.
Augenfreuden. Wärmeprickeln – auf der Haut und in der Seele. Dankbarkeit für die Konstanz der Juni-Rückkehr. Ruhe. Einfach nur tiefe und erfrischende Ruhe. Ein Sonntag im Juni eben. Genau hier.
Erholung war vonnöten. Und nach all der Kommunikation nach außen und mit vielen nun mal wieder der Mono-Dialog mit mir. Fragen und Antworten kommen lassen – von sich aus. Ohne Zeitnot, ohne Vorgaben von außen. Kein Internet, keine Tageszeitung, kein Radio. Schlafen, lesen, wenig sprechen. Reduktion. Heilfasten. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass es mir ab und an gut tut, geleert in den Alltag zurück zu gehen. Dieser Verzicht auf vieles bringt mich wohl wieder ein Stück näher zu mir. Alle drei Male war das Erleben bisher unterschiedlich und auch bei diesem vierten Mal bewies sich, dass jede dieser Innenreinigungen ihren ganz eigenen Verlauf nimmt. Der Start war verdächtig selbstverständlich: das letzte, schon vorbereitend schonende Abendessen the day before. Die beim ersten Mal schier unmöglich erscheinende Aufgabe, um 5 Uhr früh die Zitronensaft-Glaubersalz-Mischung mit einem Liter Wasser zu trinken – diesmal fiel’s mir leicht. Macht man eben. Die Anwendungen, die Massagen, die mittäglichen Leberwickel mit Heu… hat man eben. Tun gut. Fünf bis sechs Liter Wasser und Kräutertee. Trinkt man eben – diesmal auch ohne Aggressionsentwicklung bei Betrachtung des stets gut gefüllten Wasserkrugs. Der …
Du hast es nie gemocht, dieses Muttertagsgefeire. Irgendwann gab es natürlich auch im Hause „wir“ das berühmte-verkrümelte Frühstück am Bett. Serviert mit Tablettgewackel und garniert mit Kinderstolz. Muttergerührtbarkeitserwartungsmäßig hast Du es durchgestanden und es hoch offiziell für exorbitant köstlich erklärt. Aber die Brösel, die sich danach aus Bett nie wieder entfernen ließen, wurden moniert. Was wir prinzipiell nicht so schlecht fanden. Bitte keine Gedichte, bitte kein Gedöns. Gut. Überredet. Du bist kein Mutti-Typ. Auch keine Frau Mama. Oder gar ein Muttchen. Du bist „die Mami“. Das bist Du und das wirst Du immer bleiben. Manchmal glaube ich, dass Dir gar nicht bewusst ist, dass alleine der Fakt, dass Du es warst, die mir das Leben schenkte, mich Dir verbunden macht bis ins kleinste Jota der Unendlichkeit aller Zukünfte. Auch wenn wir so manches Mal gestritten haben bis zum Bluterguss im Ohr oder die Ventilationskapazität der Mittelkalotte während so mancher Teeniethemen-Debatte auf’s Maximum hochgefahren wurde. Auch wenn ich manchmal gegen Deine Stärke als Mutter angehen musste, um mich zu behaupten, meinen eigenen Weg zu finden, von der …