Im Büro von annodazumal, mitten zwischen den Dönerbuden, Elektroläden und Billigetablissements der Münchner Hauptbahnhof-Area, amongst Italian Birriristi während der Wiesnzeit, da hatten wir eine. Eine Klimaanlage. Was – nun ja – so amerikanisch war wie die Inhaber der intanäschnell PiArr-Äidschensie, in der wir arbeiteten. Der Vorteil war zugleich Nachteil: man brauchte nur eine Ganzjahreskollektion – immer die gleichen Klamotten. Kein Sommer, kein Winter – nur Klimaanlage. Das ist 15 Jahre her. Und nun denke ich wieder an das lausige Ding. Nicht etwa, weil ich wieder in einem Büro arbeiten würde, das ebenfalls airconditioned wäre – nein! Weit gefehlt: es handelt sich eher um Grillparzellen, in denen unsere Ausdünstungen sich atomisieren dürften. Konjunktiv zweiten Futurs, bitte! Denn was soll schon verdampfen – so nahe dem Gefrierpunkt. Call it Schafskälte, call it Kennenwadochvonfrüha – es ist nicht meins! Frostbeulus estivus – nicht mein Ding. Schlimm genug, dass man sich Ende Juni vermummen muss. Befäustlingt am Notebook sitzen ist aber definitiv tres tres tres unchic. Ich will mich über viel zu viel nacktes Fleisch aufregen! Über Presswurstshirts. Dem …