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Dortmund ist anders. Vor allem, als man denkt.

Dortmund ist grün: knapp 50% der Fläche sind chlorophyll-haltig.   Dortmund hat nen Walk of Fame.   In Dortmunds guter Stube geht’s italienischer zu als in München. Tutti hockano in Piazza. Manchmal deutlich marbellaesker gestylt als Chic-Mick-Munich.   In Dortmund, Du, da zeigt man auch echt total offen, dass man irgendwie unheimlich betroffen ist.           In Dortmund prallen Baustile aufeinander.   Dortmunds Einzelhandel hat viel zu bieten. Also, für manche. Zumindest meistens. Wenn nicht grad manchmal ist. Vielleicht. Einfach ma fragen.   Dortmund installiert und läßt einen aufblicken. Unterhaltsam.   Dortmunds beste Currywurst gibt’s bei Wurst Willi. Und Ähnlichkeiten der Wurstösen mit regierenden Persönlichkeiten sind zufällig und letztlich auch irgendwie … wurst.   Der kultigste Friseur Deutschlands heißt Kulig und schneidet auf Platz 1. Wenn Herr Obermeister sich noch ab und an die Ehre geben.     Dortmunds Fernsehturm heißt Florian. Und wird zum Lichterfest bekugelt.   In Dortmunds Westfalenpark gibt es den langsamsten Bierzapfer der Welt. Und ein verzauberndes Feuerwerk im August.   Dort mundet es nicht. Und ma ganz …

Noch eins, bitte! Über den Sinn eines Tages im Cafehaus.

Es gibt keinen. Und genau das ist wohl das Schöne daran. Sinnlos durch die Gegend sitzen, einen Cappuccino nach dem nächsten Wasser genießen. Viel zu viel bestellen. Und es peu à peu zu essen. Vor allem aber: reden reden reden. Über die Welt und ihre Götter. Die Götter des Jobs, die privaten, die persönlichen, die Ex-Götter, die Wannabe-Divinösen, enttarnte und potentiell noch zu krönende und auch über den little god in sich selbst, den eigentlich doch immer nur die Anderen sehen und beschreiben können. Weißt Du nochs und hab ich Dir noch gar nicht erzählts. Echt? Noch ein Wasser, noch ein Cappuccino. Nur in den Getränkerückgabepausen werden die SMS kurzgelesen. Was würdest Du gerne? Wir sollten mal wieder! Komm, lass uns. Du kommst nie drauf, von wem ich Dich grüßen soll. Hast Du eigentlich von … mal wieder was gehört? Noch ein Wasser, diesmal un Latte Macchiato. Monsieur le Kellner haben inzwischen das Hemd von Tagesweiß auf Abendschwarz gewechselt. Und den Lidstrich nachgezogen. Weitere Götter. Was meinst Du? Ich will nicht mehr. Du kannst aber doch. Jetzt versteh ich, was Du …

Weltreise. Zeitreise.

Strahlehimmel! Dafür darf’s dann auch gerne eiswindig sein. Also Mütze tief in die Stirn und über die Ohren und auf der Fifth Avenue gen Manhattan-Spitze. Am Zaun einer Kirche hängen Bänder. Viele Bänder. Mit den Namen  und dem Alter der im Irak gefallenen Soldaten. Fast alle sind Anfang 20. Ein großes Thema hier. Zunehmend an Bedeutung. Vorbei am Empire State Building, nicht ohne mich immer wieder zu ihm umzudrehen. Auf dem Union Square ist Markttag. Recht beschaulich und alles in Bio. Ein bisschen jutiger noch als ein Bauernmarkt bei uns. Frühstücksglück mit einem Bio-Muffin in der nachzuahmenden Geschmacksrichtung Kürbis-Cranberry. Eine meiner ganz großen Lieben in dieser Stadt: The Flatiron Building. Dessen Architekten kann man nur vergöttern. Das kulinarische Paradies entdecke ich dann bei Dean & Deluca auf dem Broadway: Käse, die nicht aus Plastikabfällen stammen, ungeschminkte Frischschinken, Echtgemüse und Knackigobst, Aufstriche, Pasten, Sushivariationen, allerlei Kleingebäck – nur leider gerade so gar kein Hunger.    Das nächste kulinarische Highlight liegt dann zwischen Little Italy und Chinatown und nennt sich Eileen’s Special Cheese Cake http://www.eileenscheesecake.com (das darf man sich auch nicht …