genuss, kultur, reise
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Weltreise. Zeitreise.

Strahlehimmel!
Dafür darf’s dann auch gerne eiswindig sein.
Also Mütze tief in die Stirn und über die Ohren und auf der Fifth Avenue gen Manhattan-Spitze.

Am Zaun einer Kirche hängen Bänder. Viele Bänder. Mit den Namen  und dem Alter der im Irak gefallenen Soldaten. Fast alle sind Anfang 20. Ein großes Thema hier. Zunehmend an Bedeutung.

Vorbei am Empire State Building, nicht ohne mich immer wieder zu ihm umzudrehen.

Auf dem Union Square ist Markttag. Recht beschaulich und alles in Bio. Ein bisschen jutiger noch als ein Bauernmarkt bei uns.
Frühstücksglück mit einem Bio-Muffin in der nachzuahmenden Geschmacksrichtung Kürbis-Cranberry.

Eine meiner ganz großen Lieben in dieser Stadt: The Flatiron Building. Dessen Architekten kann man nur vergöttern.


Das kulinarische Paradies entdecke ich dann bei Dean & Deluca auf dem Broadway: Käse, die nicht aus Plastikabfällen stammen, ungeschminkte Frischschinken, Echtgemüse und Knackigobst, Aufstriche, Pasten, Sushivariationen, allerlei Kleingebäck – nur leider gerade so gar kein Hunger. 

 

Das nächste kulinarische Highlight liegt dann zwischen Little Italy und Chinatown und nennt sich Eileen’s Special Cheese Cake www.eileenscheesecake.com (das darf man sich auch nicht laut und deutsch ausgesprochen vorlesen…) und birgt neben vielen Zeitungsausschnitten und Wänden voller Fotos mit Promis (und dennoch Roberto Blanco-frei) gefühlte 350 Sorten Cheesecake. Aller guten Vorsätze zum Trotz genieße ich die Basisvariante in der Mini-Ausgabe. Und er verdient sein Prädikat: besser kann man nicht cheesecaken! Leider liefern sie zum Glück nur innerhalb der USA.  

Little Italy ist immer noch nicht erwachsen geworden.
Und Chinatown ist Chinatown ist Chinatown ist Chinatown ist Chinatown.
Und mir deshalb immer noch ein wenig zu sehr Chinatown.
Gelegentlich auch geruchlich.

Und schließlich wird es immer ernster in mir.
Wie wird das sein?
Immerhin: re-fühlen kann ich den 11. September 2001 jederzeit. In mir. Wie damals.
Vergisst man einfach nicht.
Das sind Bilder, die sich tief in die innere Pupille eingebrannt haben.
Was dann ist, hatte ich so allerdings nicht erwartet.
Irgendwie klar: das Staunen über die Größe des Lochs im Dickicht der Rest-Stadt.
Aber erstaunlich daneben ein ganz banales Gefühl: Großbaustelle eben.
Es ist hektisch, es ist laut, es riecht nach Bau, es ist betriebsam bis auf die ubiquitären Bauarbeiter-Denkmäler.
Ansonsten herrscht randständiges Financial District-Gehektike.
Sonst nichts.
Befremdlich.
Und doch auch gut.
Es geht weiter dort.
Die Zeit wird für immer am Ground Zero still stehen.
Und dennoch: es geht weiter.

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