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Kreativität. Mehr als eine Worthülse.

Seit Jahren tagt und tanzt der Kommunikationskongress, die Fachtagung für Public Relations, Ende September im Berliner Congress-Centrum. Gut 1.600 zumeist in Grau- und Schwarztönen betuchte Kommunikatoren aus Unternehmen, Verbänden, NGOs und Agenturen besuchten also soeben zwei Tage lang Vorträge, Workshops und Diskussionspanels. Sie lernten aus Best Case-Präsentationen von Kollegen, schüttelten die Köpfe über die Krisen und Skandälchen des vergangenen Jahres, tuschelten über Branchennews, warteschlängelten sich an Kaffee- oder Frozen Yoghurt-Ständen, hofften auf den Gewinn eines iPads und feierten mehr oder minder das Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen. 2012 scheint es, als sei das Gros der Kollegen nun auch wirklich in den ehemals so geschmähten Niederungen der Digital Relations angekommen. Dafür ein aufrichtiges Danke! Es ging zudem um die soziale Verantwortung von Unternehmen, die Reputation vor, während und nach Krisenzeiten oder auch um die Bemühungen von Unternehmen, sich als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Die schönsten und mir wichtigsten Momente erlebte ich in den Diskussionen und Keynote-Reden, in denen zu mehr Reflexion und Besonnenheit aufgerufen und für die gute alte Tugend des Zuhörens geworben wurde. Herrlich ehrlich zeigten sich manche Teilnehmer des Workshops „Zur erfolgreichen …

Aus tiefer Überzeugung entscheiden. Wahrhaftiger leben.

Vor gut zwei Jahren schrie das Gefühl schon „JA!“ und der Verstand grummelte noch vor sich hin und warf das ein oder andere „Wozu denn – das braucht’s doch nicht“ ins Rennen. Nachlesbar hier. Wieder ein Grund, meine Bloggerei als für mich wichtig zu empfinden – aber das ist nur ein Nebeneffekt. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis das Gefühl sich wieder aus dem Bauschutthaufen des Verstandes heraus gewühlt hatte. Bis Mut hinzu kam. Und damit das äußere Bejahen des tiefen inneren Wissens um die Richtigkeit der Entscheidung. Die nötige Prise Glück kam auch noch hinzu, denn just an dem Abend, an dem ich mein „Ja – jetzt tu ich es!“ klar gezogen hatte, lief auch die Anmeldefrist aus. Und trotz weiterer widriger Umstände habe ich es geschafft, meine Bewerbung noch vor Mitternacht einzureichen. Die Einladung zum Auswahlgespräch fühlte sich dann an wie eine Oscar-Nominierung. Und Wochen später folgte dann das „Ja – wir freuen uns auf Sie“. Wow. Nun konnte ich also das Handwerkszeug des Systemischen Coaching erlernen und dies bei artop, einer überaus …

Six days in Berlin. Genial.

Ich mag die Stadt. Ich mag ihre prunkvollen Seiten, ihre abgeranzten Ecken und Kanten, ihre Originale, ihre Hackfressen, das Zuwanderwirrwarr, ihre Undurchschaubarkeit, ihre Wichtigkeit und ihre Scheißegal-Mentalität. Ich mag die Größe der gefühlten 523 Stadtteile, die Unberechenbarkeit der Straßenführung, die Kaputtgehwege und Edelanlagen, die Zufallskneipen und Bio-Läden. Berlin ist übrigens die einzige Stadt, in der die Anreise IMMER länger dauert als die Abreise. Warum auch immer. Nun also endlich mal nicht nur eine Dreitages-Stippvisite mit festem Programm. Diesmal also buntes Allerlei. Meine Berlin Sixdays. Gestartet mit einer wirklich einzigartigen Geburtstagsfeier, bei der der Gastgeber seine Gäste und sich mit einem Konzert beschenkte. Es wurden ausschließlich Eigenkompositionen gespielt, stilistisch und thematisch von hier nach da vom Eigenliebelied bis hin zum Grillmeister. Ja, genau zu dem Grillmeister. Happy Birthday, young chap! Und danke für einen unvergesslichen Abend, lieber Jonny! Dann der 1. Mai. Ein Strahletag von A bis Z. Ein Tag des Mich-Treiben-Lassens. Schlangestehen macht bei gutem Wetter auch mehr Spaß. Und für die Gerhard Richter-Ausstellung ist’s gut machbar. Mein Eindruck nach dem Besuch der Neuen Nationalgalerie: …