Alle Beiträge, die unter Fashion gespeichert wurden

Spalten und Kerne. Innenbetrachtungen eines großen Apfels.

  Hot. Crazy. Trendy. Fashionable. Der Big Apple. Einblicke in Teile seines Gehäuses. 50 cm Neuschnee im Central Park – da muss man doch nen Schneekratzer bauen. Mr. Snowman muss in New York ein bisschen größer sein. Und vor allem ein Gemeinschaftswerk mehrerer Zettelinhaber. Melting Pot, irgendwie immer. Für Aktionskünstler: Ceci n’est pas un Magritte. Und immer very fashionable! Auch 2010 wieder im Trend: Hosen in perfekter Passform. Neu: Kleider im Serviettenlook. Und formschöne Hausschuhe für den Herrn von Geld. Für die Gespielin dürfen es ruhig ein paar Reißzwecke mehr sein. Wer was auf sich hält, lebt ohnehin möglichst weit oben. Sollte die Dame umknicken, keine Sorge – bis sie es merkt und um Hilfe bittet, sind auch diese Fahrzeuge wieder schneebefreit. Außerdem kann mn die Zeit bis zum Abtauen auch mit der duften(den) Darreichung einer Essenz der Marke „No making Scents“ überbrücken. Ein wirksames Riechsalz findet bei Millionärstöchterchen übrigens auch im kleinsten Abendhandtäschlein seinen Platz. Tipp: während der Revitalisierungsphase platziere man die gefallene Dame auf einem stilvoll friedvollem Sitzmöbel. Aber bitte nicht gegenüber einem Porzellangeschäft – Dekorationen wie diese könnten ihren Puls …

Allerlei Nebensächliches. Weil’s schön ist.

Es sind ja immer die kleinen Nebenbei-Dinge des Lebens, die meine Seele an Tagen wie diesem hüpfen lassen. Heute waren es zunächst die beiden Mitsechzigerinnen, die seit den 70er Jahren in Amerika leben und in wunderbarstem Norddeutsch ihre Erfahrungen austauschten. Am Nachbartisch des Mittags-Delis. Nicht ahnend, dass ich… ja, ich hatte fast ein schlechtes Gewissen, mich nicht als der Sprache kundig enttarnt zu haben. Aber ihre „ich hätte das Apartment in den 80ern kaufen sollen“ und „ich hab ja auch ne Wohnung in China“-Geschichten waren ebenso unterhaltsam wie das Wissen, dass die Damen sich völlig unzugehört fühlten und so erfrischend fröhlich über Gott un die Welt debattierten. Beim Einkauf im benachbarten Designerschnäppchen-Taiwanmüll-Restegerümpelladen TJ Maxx dann die Freude über ein Glas Breitsamer Honig in einem Regal nahe der Kasse. Heimischer Honig also, mitten in New York. Einsamer und hier sehr unheimischer Honig. Kein Mensch wollte ihn wohl. Ich übrigens auch nicht. Er genießt aber immerhin einen netten Ausblick. Auf der anderen Straßenseite dann eine Fassade, die von diesem hübschen Motiv geziert wird. Auf dem weiteren Weg dann …

Schuhtrends. Und: Alles so schön bunt hier.

Die Frage aller Fragen für mich am heutigen Abend zuerst: Warum kann einen jedes Gebeinchen und jeder Muskel spürbar an seine Gegenwart erinnern, wenn man nur im Museum war und ein paar Kilometer durch eine Stadt gelaufen ist? Die Antwort  kennt der vermutlich auch diesmal nur der Wind. Und von dem gibt’s hier ja grad genug. Was er sicherlich also auch kennt, ist eine Lieblingsbeschäftigung der Herren zur Mittagszeit. Mir war sie neu. Aber durchaus verständlich. Ich hätte mich vermutlich sogar dazugesellt, hätte ich nicht als einzige ein zweites X-Chromosom mit in den Laden gebracht. Die Schuhpflege also ist’s, der man sich widmet. Zumindest im Rockefeller Center. Schuhe machen Männer. Und Männer lassen Schuhe pflegen. Wenn wir schon beim Thema Schuhe sind: meine Damen, in New York trägt nach den unvermeidbaren Winter-Uggs und Übergangsgummistiefeln demnächst nun also Modell Römerin. Mal aus der Affordable-Kollektion und dann wohl auch als Manolo. Mir ging es heute aber nicht um Schuhe, sondern um ein weiteres Museum. Das junge, trendige, neue Museum New Yorks: MoMA. Ein wenig voll des Ingrimm …