Gereinigt. Gestärkt.
14 Tage sind es geworden. 14 Tage mit Tee, Wasser, mittäglichem Gemüsesaftteegelöffel, abendlichem Gemüsebrühengroßgelöffel, drei Teelöffeln Honig pro Tag und erfrischenden Auszutzelbissen in Zitronenschnitze. Dazu die Erkenntnis, wie unendlich viel Zeit ich sonst im Alltag mit Gedanken an „was esse ich – was habe ich Kühlschrank – was muss ich einkaufen – kalt oder warm – wann esse ich – wohin gehen wir essen – boah, habe zuviel gegessen – hätte jetzt ja schon Lust auf whatever – was koche ich für wen“ verbringe. Und der Genuss dieser Leichtigkeit, die sich schon nach wenigen Tagen einstellte. Dazu der Stolz, es geschafft zu haben – ohne großen Mühen. Der Schrecken, der sich einstellt, wenn ich nun lese von „Genießen Sie unser 4 Gänge-Menü!“ – unvorstellbar im Moment. Eine Zumutung für meinen Magen, die ich hoffentlich noch lange genau so wahrnehmen werde. Gestern morgen gab es also den vielgerühmten Fastenbrechen-Apfel. Und ich schlich um ihn herum, als sei er eine der wirklich unangenehmen Aufgaben, von denen man doch immer hofft, sie erledigten sich einfach von selbst. Ich …
