La Mamma. Es kann nur eine geben.
Du hast es nie gemocht, dieses Muttertagsgefeire. Irgendwann gab es natürlich auch im Hause „wir“ das berühmte-verkrümelte Frühstück am Bett. Serviert mit Tablettgewackel und garniert mit Kinderstolz. Muttergerührtbarkeitserwartungsmäßig hast Du es durchgestanden und es hoch offiziell für exorbitant köstlich erklärt. Aber die Brösel, die sich danach aus Bett nie wieder entfernen ließen, wurden moniert. Was wir prinzipiell nicht so schlecht fanden. Bitte keine Gedichte, bitte kein Gedöns. Gut. Überredet. Du bist kein Mutti-Typ. Auch keine Frau Mama. Oder gar ein Muttchen. Du bist „die Mami“. Das bist Du und das wirst Du immer bleiben. Manchmal glaube ich, dass Dir gar nicht bewusst ist, dass alleine der Fakt, dass Du es warst, die mir das Leben schenkte, mich Dir verbunden macht bis ins kleinste Jota der Unendlichkeit aller Zukünfte. Auch wenn wir so manches Mal gestritten haben bis zum Bluterguss im Ohr oder die Ventilationskapazität der Mittelkalotte während so mancher Teeniethemen-Debatte auf’s Maximum hochgefahren wurde. Auch wenn ich manchmal gegen Deine Stärke als Mutter angehen musste, um mich zu behaupten, meinen eigenen Weg zu finden, von der …
