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La Mamma. Es kann nur eine geben.

Du hast es nie gemocht, dieses Muttertagsgefeire. Irgendwann gab es natürlich auch im Hause „wir“ das berühmte-verkrümelte Frühstück am Bett. Serviert mit Tablettgewackel und garniert mit Kinderstolz. Muttergerührtbarkeitserwartungsmäßig hast Du es durchgestanden und es hoch offiziell für exorbitant köstlich erklärt. Aber die Brösel, die sich danach aus Bett nie wieder entfernen ließen, wurden moniert. Was wir prinzipiell nicht so schlecht fanden. Bitte keine Gedichte, bitte kein Gedöns. Gut. Überredet. Du bist kein Mutti-Typ. Auch keine Frau Mama. Oder gar ein Muttchen. Du bist „die Mami“. Das bist Du und das wirst Du immer bleiben. Manchmal glaube ich, dass Dir gar nicht bewusst ist, dass alleine der Fakt, dass Du es warst, die mir das Leben schenkte, mich Dir verbunden macht bis ins kleinste Jota der Unendlichkeit aller Zukünfte. Auch wenn wir so manches Mal gestritten haben bis zum Bluterguss im Ohr oder die Ventilationskapazität der Mittelkalotte während so mancher Teeniethemen-Debatte auf’s Maximum hochgefahren wurde. Auch wenn ich manchmal gegen Deine Stärke als Mutter angehen musste, um mich zu behaupten, meinen eigenen Weg zu finden, von der …

Vom Bruttokulturprodukt. Eine Geburtstagsfeier anderer Art.

Ich hatte das, was der Bayer „Boin“ nennt. Keine wirklich Angst, eher eine Kombination aus Respekt vor etwas und Befürchtungen. „Boin“ also davor, dass an diesem Abend der sich gerade bildende Schorf über der sich langsam schließenden Wunde abgeknubbelt werden würde. Und es wieder näßen und bluten könnte. Heute. An seinem Geburtstag. Und nur zehn Wochen nach seinem Tod. Ich fand es auch ein bisschen überflüssig. Mit 86 darf man sterben. Einfach tot sein. Natürlich mit Erinnerungen behaftet werden. Mit Lachen und auch mal mit Tränchen. Aber eben tot sein. Und dann wurde alles ganz anders. Aus einer geplanten Stunde im Münchner Künstlerhaus wurden über zwei. Mit Reden vieler Wegbegleiter, die humorvoll beleuchteten, wieviel Neugierde, Mut, Chuzpe, Vision und Tatkraft er besessen hatte. Und was alles er damit auf die Beine gestellt hat. Er: Kurt Wilhelm. Autor und Regisseur. Und mein Onkel. Der Kulturreferent von München sprach vom Wert seiner Arbeiten für München und Bayern und die Ehre, nun seinen künstlerischen Nachlass in der Monacensia begrüßen zu dürfen. Sigmund Gottlieb berichtete von den Nachkriegs-Anfängen des Bayerischen Rundfunks (zunächst Radio München), die Kurt maßgeblich geprägt …