Also sprach Zarathustra. Und casowi weinte.
Es war einer dieser Konzertabende, die die Seele ganz tief berühren. Das erste Abo-Konzert der Saison 2012/13 bei den Münchner Philharmonikern. Meine vierzigste Abo-Saison bei diesem Orchester, by the way. Und sie hätte nicht schöner eröffnet werden können. Lorin Maazel ist nun also Chefdirigent der Philharmoniker. Nach Thielemann – dessen fatzkehafte Eitelkeit ich nicht mochte. Nach Levine – der mich enttäuschte, weil er signalisierte, just another orchestra-job zu machen. Nach Celibidache – den ich verehrte, weil ich von ihm so unendlich viel über Musik lernte. Nach Kempe – dessen an Gerard Hoffnung erinnernde Faschingskonzerte mir damaligen Teenie am besten in Erinnerung blieben. Nun also Lorin Maazel. Der schon das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks geleitet und vor 10 Jahren verlassen hatte. Er war schon öfter als Gast am Pult der Philis gestanden. Und ich erinnere mich an wunderbare Proben mit reinem Tschaikowski-Programm im Steinernen Saal des Schlosses Nymphenburg. Romeo und Julia. Und die Pathetique. Vielleicht noch die 1812er-Overtüre? Könnte sein. Die Proben zu den beiden anderen Stücken dauerten zwei volle Tage – und füllten meine musikhungrige …
