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Also sprach Zarathustra. Und casowi weinte.

Es war einer dieser Konzertabende, die die Seele ganz tief berühren. Das erste Abo-Konzert der Saison 2012/13 bei den Münchner Philharmonikern. Meine vierzigste Abo-Saison bei diesem Orchester, by the way. Und sie hätte nicht schöner eröffnet werden können. Lorin Maazel ist nun also Chefdirigent der Philharmoniker. Nach Thielemann – dessen fatzkehafte Eitelkeit ich nicht mochte. Nach Levine – der mich enttäuschte, weil er signalisierte, just another orchestra-job zu machen. Nach Celibidache – den ich verehrte, weil ich von ihm so unendlich viel über Musik lernte. Nach Kempe – dessen an Gerard Hoffnung erinnernde Faschingskonzerte mir damaligen Teenie am besten in Erinnerung blieben. Nun also Lorin Maazel. Der schon das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks geleitet und vor 10 Jahren verlassen hatte. Er war schon öfter als Gast am Pult der Philis gestanden. Und ich erinnere mich an wunderbare Proben mit reinem Tschaikowski-Programm im Steinernen Saal des Schlosses Nymphenburg. Romeo und Julia. Und die Pathetique. Vielleicht noch die 1812er-Overtüre? Könnte sein. Die Proben zu den beiden anderen Stücken dauerten zwei volle Tage – und füllten meine musikhungrige …

Bye Bye August. Du warst anders.

Ja, dieser August war ein Sommermonat. Einer der ersten, die in meinen Augen wirklich diesen Beinamen verdient haben. Und dennoch war er  anders als andere Auguste zuvor. Vielleicht, weil auch Auguste diesen Monat prägte. Weil meine Aufmerksamkeit sich mehr und mehr auf andere Themen lenkt – bewusst wie unbewusst. August begann mit unbeschwerten Berlin-Tagen mit dem Zauberwesen. August bedeutete erfrischende Badesessions mit den Kindern, die mich selbst wieder zum Sommerkind werden ließen. August brachte zwei lange Olympianächte mit Tschingdarassapomp unter vielen Circumstances. August erfreute mit Draußenduschen und Barfußlaufen. August bot mehrere Gewitter. So schön. Weil wie früher. Und doch so ganz anders. Geschärft in ihrer Schwere. August war geprägt von Hoffnung, Wunsch und Wissen, wirklich Schlimmes in Liebe annehmen zu können. Und dabei doch auch Trauer und Wut zu empfinden. August zeigte sich als Druck, der sich erschreckend neue Wege aus sich selbst sucht. August bedeutete Wahrhaftigkeit und Herzensentscheidungen. August verstörte durch Trennungen der unvorstellbaren Art. August verstärkte Gefühle, Gespräche und Taten. August machte Entfernungen spürbar. Und brachte andere Nähe in Gewohntes. August eröffnete einen …

Aus tiefer Überzeugung entscheiden. Wahrhaftiger leben.

Vor gut zwei Jahren schrie das Gefühl schon „JA!“ und der Verstand grummelte noch vor sich hin und warf das ein oder andere „Wozu denn – das braucht’s doch nicht“ ins Rennen. Nachlesbar hier. Wieder ein Grund, meine Bloggerei als für mich wichtig zu empfinden – aber das ist nur ein Nebeneffekt. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis das Gefühl sich wieder aus dem Bauschutthaufen des Verstandes heraus gewühlt hatte. Bis Mut hinzu kam. Und damit das äußere Bejahen des tiefen inneren Wissens um die Richtigkeit der Entscheidung. Die nötige Prise Glück kam auch noch hinzu, denn just an dem Abend, an dem ich mein „Ja – jetzt tu ich es!“ klar gezogen hatte, lief auch die Anmeldefrist aus. Und trotz weiterer widriger Umstände habe ich es geschafft, meine Bewerbung noch vor Mitternacht einzureichen. Die Einladung zum Auswahlgespräch fühlte sich dann an wie eine Oscar-Nominierung. Und Wochen später folgte dann das „Ja – wir freuen uns auf Sie“. Wow. Nun konnte ich also das Handwerkszeug des Systemischen Coaching erlernen und dies bei artop, einer überaus …