Alle Beiträge, die unter Konzert gespeichert wurden

Der Berg groovt! Ein Konzert für die Seele.

Es gibt zwei Dinge, die bislang nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehörten: Frühes Aufstehen und Bergwandern. Und gibt es Herzensangelegenheiten wie Konzertbesuche, Reisen und Naturgenuss. Tja, und dann entdeckte ich vor Monaten bei Twitter das Ankündigungsvideo zu I Suoni delle Dolomiti, auch The Sounds of Dolomites oder ganz brav Klänge der Dolomiten genannt. Wow! Das wäre doch mal was. Tja − und nun stand ich plötzlich kurz nach drei Uhr morgens im Mehrlagenllook mit Funktionshose, Wanderstiefeln, Rucksack und Teleskopstöcken im Hotel Catinaccio Rosengarten in Moena auf dem Balkon meines Zimmers und dachte mir leicht gefrustet: „So ein Mist – es regnet!“ Am Vorabend hatte es ein prächtiges Gewitter gegeben − nun tropfte glücklicherweise nur ein Blumenkasten auf mich herab. Für alle, die nur die Kurzfassung erfahren wollen: genau so verlief der Tag weiter. Ich durfte mit vielen „Mag ich nicht – kann ich nicht – ist nix-für-mich“-Vorurteilen aufräumen. Was für ein Luxus, was für ein Tag, welche Farbenspiele und Augenfreuden! Um 5 Uhr nahmen wir gemeinsam mit den bestens gelaunten, im wahrsten Sinne taufrischen Musikern die Seilbahn von San Pellegrino hinauf auf Col …

Steinchen für Steinchen: Mosaikkultur in Ravenna

Ravenna, ehemals Hafenstadt, liegt aufgrund der Verlandung heute im Hinterland der Adria. Die Stadt hat viel erlebt: Sie war Sitz der weströmischen Kaiser, der oströmischen später ebenfalls, dann folgten die Langobarden und Ostgoten. Die großen Namen dieser Stadt lesen sich ein wenig wie das Who is Who der Geschichtsbücher: Cäsar, Augustus, der Ostgote Theoderich der Große, Justinian und Teodora und auch die Venezianer. Sie alle hinterließen Monumente ihrer sakralen Baukunst und ihres Alltaglebens. Viele davon sind noch heute in ihrer einzigartigen Schönheit erhalten und so sprach die UNESCO insgesamt acht Bauwerken in und um Ravenna den Status des Weltkulturerbes zu. Sie alle stammen aus dem 5. oder 6. Jahrhundert n. Chr. Allen voran sei die Mitte des 6. Jahrhundert entstandene Basilika San Vitale genannt, eine achteckige Kirche, die von außen deutlich kleiner wirkt als nach dem Betreten des Innenraums.Die Ziegel sind schmaler und länger als bei anderen Kirchen der Zeit − Geldgeber und Architekt wollten hier offensichtlich ihre eigene „Duftmarke“ hinterlassen.Als Teenager war ich schon einmal in Ravenna und natürlich stürmten die Kunst- und Kulturbegeisterten Eltern damals gerne mit uns Kindern die Kirchen und Museen Italiens. …

Barcelona schmeckt. Molt bé!

Irgendwann ist’s bei mir Usus geworden, Reisen mit einer Abschieds-Brezn nebst zugehörigem Foto am Flughafen einzuleiten. Als ich in Hamburg lebte, wurde ich mir dieser wohl einzigen wirklichen kulinarischen Liebesbeziehung klar. Denn woran auch immer mein Gaumen sich woanders erfreut – eine Brezn beinhaltet einfach Heimat und Geborgenheit für mich. Umso überraschter war ich, als wir in Barcelona bereits in den ersten Stunden eine ganze Auslage voller Brezeln erblickten. Eine Bäckerei namens Pretiola hat dort eröffnet und bietet ein umfangreiches Sortiment an Brezeln (auch belegte zahlreiche Modelle), die zumindest so aussehen, als könnten sie schmecken (wir haben auf den Test verzichtet, weil wir einfach zu sehr nach den Lokalhelden gierten). Auf alle Fälle ist’s eine tolle und mutige Geschäftsidee – klasse! Mein Slow-Food-Herz schlug dann richtig hoch, als ich wahrnahm, dass es im Gotischen Viertel und El Ravel immer noch hübsche alte Patisserien oder auch Bombonerias gibt. Allein die Auslagen sind ein Genuss: Holzleisten, Porzellantabletts für die Ware, Gläser voller handgefertigter Bonbons in unzähligen Geschmacksrichtungen. Himmlisch betuliche Verkäuferinnen, geduldig anstehende Kunden. Unmengen an Varianten von Meringuen. Daneben Bio-Schokolade in …