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140 Tage Sommerpause. Mein Twabbatical.

Ich nehm mir mal ne @casowi-Auszeit. Danke zunächst an alle, die den Hinweis auf meine Sommerpause nicht als Aprilscherz deuteten und nun nachfragen, was mich dazu bewogen hat. Dahinter steckt kein Drama, noch nicht mal ein Melodrama – es ist nur die nunmehr beschlossene Umsetzung eines Gedankens, der mich schon eine Weile beschäftigt hat. Der Gedanke, dass ich mir mal 140 Tage ohne meinen privaten Twitter-Account  gönnen sollte. Nur für mich, für meine Ressourcen, mit denen ich nicht immer nur gut umgehe. Irgendwie ist’s auch ein ziemliches Eigentor, dieser Entschluss. Der Entschluss auf Verzicht. Antizyklisch, da ausgerechnet zum Ende der Fastenzeit. Aber so ist’s nun mal, wenn man auf die innere Stimme hört – sie läuft selten synchron mit äußeren Gegebenheiten. Ein Jahr @casowi birgt für mich viele tolle Erfahrungen, die ich keinesfalls missen möchte und so wird es mir sicherlich immer wieder schwer fallen, eine ganze Weile darauf zu verzichten. Aber diese Erkenntnis liegt gerade mal vor mir. Im Moment blicke ich zunächst mal zurück auf den Austausch und das Aufsaugen von Informationen. Zur Entwicklung und den Themen einzelner …

Nur ein freier Nachmittag. Und ganz viel Leben.

Eine Bitte-nie-mehr-Aufhören-Rückenmassage. Nebst Halswirbel-Repositionierung. Man nennt es auch: „Als mir wieder einmal der Kopf zurecht gerückt wurde.“ Vitello Tonnato und Sprizz con la famiglia –  al „Gast“ und natürlich al sole! Die Einlösung des neffoiden Patengeschenks in Form selbstgewählter Amethyste – zunächst als Testlauf bei einer übellaunigen, unkommunikativen Sphinx, dann unter großer Lauf- und Zehnspitzenstandleistung in der kinderkundenfreundlichen Kristalldruse am Oberanger. Sho-Ping von Soja-Sosse in die Chinesisse Suppamakkt an die Gasteig. Auftragsbesorgung eines Petit-Prince-Kindergeschirrsets pour le petit prince Maurice. Kurz-Geplausche mit der zufällig am Gasteig getroffenen Chefsekretärin. Home-Run zwecks Abwurf des Autos und der Asia-Lebensmittel. Mail-Checkologie – private part. Kurze, aber Enthusiamus versprühende Buchstabenabsonderung bei Twitter. Wiedereintritt ins Herz Münchens. Geruchsgenusserlebnisgang über den Viktualienmarkt. Ergebnislose Schuhladenbegutachtung. Lange-nicht-gesehen-was-machst-Du-denn-jetzt-Schwatz nebst Visitenkartenschlagabtausch mit einer Ex-Kollegin. Besuch des ersten Teils der Abendmesse im Alten Peter mit mangelhafter Performance des Bodenpersonals. Hugendubleierei, Part eins. Erfolglos. Zumindest für Hugendubel. Glücksrolle und Holunder-Bionade nebst Windstoß vor dem „Sasou“. Immer wieder nice food. Immer wieder nice place. Ausführliche Schweifologie durch den benachbarten Apple-Store. Unter Verdienst einer Tapferkeitsmedaille: nix gekauft. Immer noch nix gekauft. Trotz dringenden MacBook-Bedarfs. Und überwiesenen Gehalts. Über den …

Nähe. Weil wir wir sind.

Du bist schon wieder weg. Und Du fehlst mir. Nach langen wenigen gemeinsamen Stunden. Du sagst jetzt plötzlich Sätze wie „Wenn man Ferien hat, darf man schon mal müde sein.“ Wir starten mit dem Einkauf für’s Abendessen. Pasta – klassisch köstlich. Du deckst den Tisch und reibst den Parmesan. Wir gemüteln vor uns hin, in den Abend hinein. Dann diese Nacht. Erst schmerzt Dich der Bauch. Anzeichen von Kopfweh. Übelkeit. Schlappheit. Schlimmeres Kopfweh. Kamillentee und Wärmeflasche. Den Versuch ist’s wert. Kaum liegst Du im Bett, schlägst Du dezenten Alarm. „Ich blute aus dem Mund“. Wir verabschieden Deinen ersten Backenzahn. Mit Bangen, Unwissen und viel Gekicher. Warum hat man mir im Medizinstudium nie erzählt, wie man einem Kind den Backenzahn entfernt? Das ist wie Klavier-Abi ohne je den Flohwalzer gespielt zu haben. Gut. Der Zahn ist draußen. Und wir drin im Bett. Kopfschmerz. Schlimmer Kopfschmerz. Der Dich mich festhalten lässt. Fester und fester Nähe und gehalten werden fordert. Der Dich wimmern lässt. Tachykard. Hyperventilierend. Bei mir rattert’s inwendig: was hab ich da an Schüssler Salzen? Kann …