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You & me. And a cup of tea.

Ein halbes Jahr, ein dreiviertel Jahr ist sie her, unsere letzte In-Echt-Begegnung. Aber hier sind wir: Du auf dem Sofa – dort, wo ich sonst sitze. Eine Kanne Assam Tea. The Earl of Non-Grey und Lady Freckles. In dieser wunderbaren Version alter Vertrautheit, die es ermöglicht, uns so watteweich in die Untiefen unserer Seelenthemen fallen zu lassen. Und die gibt’s immer noch. Neben all den Anekdoten und Aufregerchen aus dem Alltag, neben Deinen und meinen Beziehungstralalageschichtchen. Neben dem ganz normalen Tragödienstadel also, der um so vieles ertragbarer wird, wenn wir ihn mit unserer Art von Farbe bemalen. Eintauchen in die Skurilität des Alltags. Was hatten wir schon für Pläne entwickelt! Geschäftsmodelle aus Abstrusien und für Absurdistronien. Eckig, sperrig und doch perfide genial in ihrer überaus brauchbaren Überflüssigkeit. Diesmal just a few cups of tea. Und die Freilegung der verklemmten Seelenfürze des vergangenen Vierteljahres. Gepaart mit dem Wissen, dass man aus der Hoffnung auf Besserung auch was machen muss. Nun bist Du wieder mal im Zug nach Non-Communicatio. Was bleibt: Der Geruch von Kerzen, uns und …

Weihnachten mit der Abrissbirne

Eine Einladung zum „Ornament Exchange“. Ladies only. Ok – man versteht den Grund. Jede Gästin bringt einen Weihnachtsbaum-Schmuck mit. Selbst gemacht oder selbst gekauft (die von mir bevorzugte Variante – sonst wäre es wohl eher ein Wehnachtsschmuck geworden…). Ich trenne mich also von „Mary with the Child“ in der Superkitschvariante, vor 3 Jahren nahe Cleveland mit genau der heute einladenden Freundin gekauft. Damals lebte sie dort in Ohio – heute sind sie und ihre Familie wieder back to Bavaria. Hat ja alles was. Und Kitschy Mary hat also auch very lovely memories neben viel Glitter am Gewande.Aber der Abend war die Trennung wert. Das Prinzip des „Ornament Exchange“: man zieht ne Nummer. Nr. 1 darf dann ein Päckchen wählen, auspacken und sich freuen (oder seine schauspielerischen Talente unter Beweis stellen).  Nr. 2 wählt entweder ein weiteres Päckchen und verhält sich wie Nr. 1 – oder klaut der Nr. 1 ihren Weihnachtsschmuck. Und so wird gepokerfaced, gegagad, geklaut und taktiert. Frauen beherrschen das. Somehow. Ne Meise mit Pailetten im Pappmachéherz. Eine selbstverfeinerte Glasgedöns-Kreation der schwer verstaubaren …

Ich starte leise.

Ganz leise. Sie fehlt mir nämlich gerade, meine Stimme. Ganz und gar. Singen möcht ich – und sprechen natürlich auch. Für unhöflich werde ich gehalten, wenn ich nicht grüße beim Betreten oder Verlassen eines Ladens. Sogar in der Apotheke sieht man mich schräg an, weil da so gar nix kommt von mir. Aber ich darf nicht höflich sein. Nicht heute. Nicht diese Woche. Und Gesichtlesen sind die Menschen nicht gewöhnt. Sonst würden sie mein Lächeln sehen und meinen Gruß aus den Augen und den Mundwinkeln. München ist freundlicher, als ich es sonst bemerken würde. Aber bei mir herrscht Stille. Ungewohnte und im Moment noch beunruhigende, weil ungewisse Stille. Bin gespannt, wann sie in Fleisch und Blut übergehen wird. Ob überhaupt. Lästig, diese Heiserkeit. Still jetzt.