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Der Berg groovt! Ein Konzert für die Seele.

Es gibt zwei Dinge, die bislang nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehörten: Frühes Aufstehen und Bergwandern. Und gibt es Herzensangelegenheiten wie Konzertbesuche, Reisen und Naturgenuss. Tja, und dann entdeckte ich vor Monaten bei Twitter das Ankündigungsvideo zu I Suoni delle Dolomiti, auch The Sounds of Dolomites oder ganz brav Klänge der Dolomiten genannt. Wow! Das wäre doch mal was. Tja − und nun stand ich plötzlich kurz nach drei Uhr morgens im Mehrlagenllook mit Funktionshose, Wanderstiefeln, Rucksack und Teleskopstöcken im Hotel Catinaccio Rosengarten in Moena auf dem Balkon meines Zimmers und dachte mir leicht gefrustet: „So ein Mist – es regnet!“ Am Vorabend hatte es ein prächtiges Gewitter gegeben − nun tropfte glücklicherweise nur ein Blumenkasten auf mich herab. Für alle, die nur die Kurzfassung erfahren wollen: genau so verlief der Tag weiter. Ich durfte mit vielen „Mag ich nicht – kann ich nicht – ist nix-für-mich“-Vorurteilen aufräumen. Was für ein Luxus, was für ein Tag, welche Farbenspiele und Augenfreuden! Um 5 Uhr nahmen wir gemeinsam mit den bestens gelaunten, im wahrsten Sinne taufrischen Musikern die Seilbahn von San Pellegrino hinauf auf Col …

Wenn es knirscht.

Nun ist’s also endlich Winter. So, wie ich ihn mir vorstelle und wie ich ihn mag: Wenn das Nasentröpferl gefrierfließt und die Fingerspitzen adhoc erröten, sobald man sie der Geborgenheit des Handschuhs entreißt. Wenn das Grau und der Passantenspritzmatsch einem satten Azzurro und dem Unterschuhgeknirsche weichen. Wenn Schnee weiß bleibt und unter den Schuhen knirscht. Und wenn die Zentimeterologen dem rutschwilligen Volke Freibrief für den Gang auf’s Eis erteilen. Denn Eisstockschießen und Eislauf in historischer Kulisse sind so herrlich altmodisch und heutzeitig zugleich.   Ich liebe Schloss Nymphenburg – im Sommer lässt es sich prächtig besonnt und auch ausreichend beschattet durch den Schlossgarten zu Amalienburg, Badenburg und weiteren Schönheiten lustwandeln. Und im Winter bringt die Weißheit und Klarheit der Natur die Schönheit der Anlagen noch deutlicher zur Geltung. Schloss Nymphenburg ist ein großes kleines Stück Heimat für mich. Denn es bringt jede Menge Weite in die Enge dieser Stadt.