Letzte Beiträge

Einmal im Leben. Und warum nicht jetzt?

Aufgewachsen in Bayern.
Katholisch getauft und durchschult.
Faschings- und im Speziellen Karnevalsignorantin.
Genussmensch. Und seit einigen Jahren überzeugte Heilfastende.
Nur die klassische katholische Fastenzeit habe ich noch nie genutzt.

Dieses Jahr ist anders. Dieses Jahr habe ich Zeit und nehme sie mir. Und dieses Jahr spüre ich, der Verzicht könnte mir gut tun.

Das „Vale“ steht an. Dann eben auch vom „carne“.

Kein Fleisch.
Kein Alkohol.
Kein Süßkram.
Auch sonst  die Reduktion auf weniger.
Und versuchshalber weder Tweets noch Facebook-Postings.
Buchstaben, die ich anders einsetzen könnte. Wenn sie wollen. Und ich in Fluss komme.

40 Tage.
Neu-Erfahrungen.
Eigen-Erkenntnisse.

Vielleicht haben sie ja in diesem Punkt gar nicht so Unrecht, die Herren Katholiken.
Vielleicht kann sich der Horizont ja wieder ein Stückchen weiten…

Wenn es knirscht.

Nun ist’s also endlich Winter.
So, wie ich ihn mir vorstelle und wie ich ihn mag:

Wenn das Nasentröpferl gefrierfließt und die Fingerspitzen adhoc erröten, sobald man sie der Geborgenheit des Handschuhs entreißt.
Wenn das Grau und der Passantenspritzmatsch einem satten Azzurro und dem Unterschuhgeknirsche weichen.
Wenn Schnee weiß bleibt und unter den Schuhen knirscht.
Und wenn die Zentimeterologen dem rutschwilligen Volke Freibrief für den Gang auf’s Eis erteilen.

Denn Eisstockschießen und Eislauf in historischer Kulisse sind so herrlich altmodisch und heutzeitig zugleich.

 

Ich liebe Schloss Nymphenburg – im Sommer lässt es sich prächtig besonnt und auch ausreichend beschattet durch den Schlossgarten zu Amalienburg, Badenburg und weiteren Schönheiten lustwandeln. Und im Winter bringt die Weißheit und Klarheit der Natur die Schönheit der Anlagen noch deutlicher zur Geltung.

Schloss Nymphenburg ist ein großes kleines Stück Heimat für mich.
Denn es bringt jede Menge Weite in die Enge dieser Stadt.