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Mein Park – mein Castle. Eine Liebeserklärung.

Ich empfinde es immer wieder so: Der Park von Schloss Nymphenburg ist ein großes kleines Stück Heimat für mich.
Egal zu welcher Jahreszeit: Hier lustwandelt es sich immer vortrefflich.
Wasser, Wiesen, Wunderbauten − Weite, Wonnen, Wohlgefühl.
Da wird’s fast zur Versuchung, mich einmal durchs Alphabet zu alliterieren.

VoWeitGestern also entlang friedlich grasender oder schwimmender Schwäne und Gänsen nebst ihrer Bruterfolge, die – noch niedlich befellt hinter den Ohren – brav ihre Eltern kopieren und sich in ersten Grundelversuchen üben. Die Algen von der Kaskadenkante sind letztlich dann doch leichter zu erreichen und abzugrasen, aber immerhin: ein bissl Köpfchen-unters-Wasser-Schwänzchen-in-die-Höh geht allerweil. Kennt man ja aus München schon…

Schwanderl

Meine Lieblingsroute durch den Park startet am Schloss Nymphenburg, dessen Vorläuferchen dereinst Kurfürstin Henriette Adelaide als Sommerresidenz auf dem Grundstückerl erbauen ließ. Ihr Gatte Kurfürst Ferdinand Maria hatte es ihr die gut 200 Hektar Land anlässlich der Geburt des Thronfolgers Max Emanuel dediziert. Heute dürfte eine „Geburtsprämie“ dieser Größenordnung wohl nur mehr in Oligarchen-Kreisen üblich sein.

VoHint

Das Schloss selbst beherbergt die Sammlung der wunderbaren „Schönen Münchnerinnen“ von Ludwig I. und war Geburtsort des Inbegriffs bayerischen Monarchiewahns, des „Kini“ Ludwig II. Und natürlich kommen Fans adeliger Prunkräume beim Durchschreiten der Schlaf- und Audienzräume sowieso auf ihre Kosten. Puristen hingegen sei vom Besuch eher abgeraten.

Ich liebe es vor allem für unvergessliche musikalische Momente. So schwänzte ich ein paar Mal Schule, um im Steinernen Saal die Proben der Münchner Philharmoniker unter Lorin Maazel zu erleben, der damals Tschaikowskis Romeo und Julia und die 6. Sinfonie einstudierte. Und dann traten bei den Sommerfestpielen die Kings Singers auf, ein britisches Männer-Vokalensemble. Sie verzückten mich neben wunderbaren Madrigalen vor allem mit der Schöpfungskantate „Time Piece“ von Paul Patterson.

AmalienBu

Kurz darauf musizierte ich einige Male selbst im Park – als Bratscherin der Jungen Münchner Symphoniker unter Bernhard Koch. Wir gaben Sommerkonzerte vor der Badenburg und der Amalienburg. Manche im Publikum picknickten – das verlieh den Konzerten einen Hauch der Atmosphäre, die sich auf so manchen Landschaftsgemälden des 18. und 19. Jahrhunderts findet. Wir spielten Bach, Vivaldi, Mozart, Haydn und wohl auch den ein oder anderen Strauß-Walzer. Es war himmlisch und sommerlich und von eigener Magie.

Badenbu

Seit Jahren ruht die Viola − die Liebe zum Park und seinen kleinen Schlösschen ist allerdings geblieben.

Seit Jahren schon nehme ich mir vor, ein Geburtstagspicknick zu veranstalten − die Margeriten-Wiesen am See dürften doch zumindest ein paar Geflügel-Poo-freie Stellen offerieren…

SeeMarger

… vielleicht doch dieses Jahr?

 

 

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