Christian Thielemann. King of Taktstock?
Was – bitte sehr – war das denn? Gut, dass Christan Thielemann rund um seinen Abgang aus München eine sehr schräge Mediennummer gefahren hat, mag ich aus PR-Sicht zwar nac h wie vor nicht gutheißen, aber unter strategischen Aspekten noch verstehen. Dass er nun aber die Münchner Philharmoniker und das Publikum dazu nutzt, öffentliche Fingerübungen für seine Wiener Eroica (am 25. März mit den Wiener Philharmonikern, mit denen er den ganzen Beethovenzyklus aufführt und auf DVD herausbringen wird) zu machen, finde ich reichlich befremdlich. Das hätte ebenso für die ursprünglich angesetzte 4. Sinfonie gegolten – steht sie doch am gleichen Abend auf dem Programm in Wien. Wie praktisch also: ein Griff in seine Schublade für Aktuelles – das Münchner Publikum wird es schon nicht merken. Es war ja auch sonst tumb und sich von einem großen Tanzbären am Nasenring herumführen lassen. Ganz schön clever von Herrn Thielemann. Wenn auch reichlich unsportlich. Das ist die eine Sache. Was mich jedoch wirklich in Rage brachte, war seine Eroica-Interpretation. Was war denn das? Oder was soll es sein? Um eine …
