(un)sinniges, Innenreise, Natur
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Schnee. Kälte. Frische. Hoffnung.

Dieselbe Strecke wie am 17. 12.2009.
Richtung Tegernsee.

Diesmal ist’s das abendliche Blau im Weiß, das mich fasziniert.
Immer noch puristisch und doch so licht und Hoffnung verheißend.

So ungewohnt um diese Stunde, dass es noch hell ist.
Gerade erst dunkelt – kurz vor 19 Uhr.
Hoffnung pur.
Gestärkt durch das Wissen, dass es nunmehr nur bergauf gehen kann.
Nach diesem Winter.
Diesem sich nach Ewigkeit anfühlenden Winter voller Kälte, voller Trauer, voller Elementarerfahrungen mit mir selbst.

Die Stille vom Dezember sehe ich so nicht mehr.
Ich will sie auch nicht mehr sehen und nicht mehr hören – erfreue mich jedes noch so zaghaften Gezwitschers.
Blau blau blau.
Sind das die Blauberge? Muss ich mal nachschauen.
Schlimm eigentlich, wenn Du Deinen Wurzeln so nah bist und sie doch nicht mal zu benennen weißt.
Aber immerhin: ich weiß sie heute mehr zu schätzen denn je.
Eine gute Erfahrung – früher völlig unterschätzt.
Missachtet, sogar.

Ist dieses Blau das Blau des Bandes aus Mörikes Gedicht?
Egal – aufsaugen will ich es.
Tief ins Innerste der Pupille. Tief in die Seele.

Atmen war wichtig im Dezember.
Ist es wieder – mehr denn je.
Zu oft musste man den Atem anhalten in diesen drei Monaten.
Zu oft hab ich’s getan!

Also nun: Lunge, Herz und Seele wieder öffnen.
Einatmen. Durchatmen. Weiteratmen.
Wärme atmen.
Zunehmende Wärme.

Frühlingswärme.

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