Wäre es nicht vor ein paar Monaten in Boston genau so gewesen, dann wäre ich ernsthaft besorgt gewesen.
So war das Wissen da, dass der Start dort auch erstmal misslang und das Wohlgefühl wohl etwas unter Jetlag leidet.
Warum auch nicht?
Immerhin – da ist man endlich da und dann ist auch alles mit inkludiert, was man eigentlich nicht wollte: Schnee, Eiswind, Thunderstorms. Und die freundlich-sensationsgierenden Weatherchannel-Moderatoren berichten von einer upcoming Wetterkatastrophe nach der anderen.
50 cm Neuschnee im Central Park.
Okay, dann schalte ich eben um.
Von Frühlingsgefühl auf Vorweihnachtserlebnis.
Mit dem Wahnsinnsbonus, keinerlei Verpflichtung verspüren zu müssen, dass man sich nun langsam mal um die Weihnachtsgeschenke kümmern sollte.
Und irgendwie hat es was: dieses Schneegefühl mit kleinen und großen Schneemännern, mit Schneeballschlachten, die Kutschen mit den ewig zu ihren Gästen verdrehten Kutschern oben auf (die Orthopäden dürften gut an den Folgen dieses Gewerbes verdienen).
„Central Park is owned by the City of New York“ – diesen Satz hören ich eben so oft wie das Hufgetrappel.
Ein Saxophonspieler jazzt sich die Lunge aus dem Leib, Kinder rutschen auf Tüten, in Plastikwannen und auf ihrem Hintern die Hügel runter und enthektisierte Moms schlürfen stylish an ihrer Extra Slimmy Skinny Grande Light Cinnamon Latte dazu.
Pärchen knutschen sich durch die Winterlandschaft.
Und mitten drin ich.
Und ein bisschen Stille und Ruhe in mir drin.
Jetzt komme ich langsam hier an.
New York – ich glaube, ich könnte Dich wieder mögen.
